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  #41  
Alt 21.04.2009, 20:07
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Zitat von BigBandi Beitrag anzeigen
Das kann ich nur bestätigen. Das Geschenk meiner Frau war auch innerhalb eines Tages durchgelesen - toll!
Ich habe mir das Buch letzte Woche selber gekauft, obwohl ich noch in der Mayerischen davor stand und zweifelte. Ich hatte die Auswahl zwischen Helmut Schmidt und Jörg Berger. Jetzt weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Muß der Schmidt eben noch ein wenig warten...
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  #42  
Alt 21.04.2009, 20:21
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Ich habe mir das Buch letzte Woche selber gekauft, obwohl ich noch in der Mayerischen davor stand und zweifelte. Ich hatte die Auswahl zwischen Helmut Schmidt und Jörg Berger. Jetzt weiß ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Muß der Schmidt eben noch ein wenig warten...
Ich habe auf der Buchmesse in Leipzig in beide reingelesen. Bergers Buch deshalb, weil mich wirklich interessiert hat, ob ich ihn, so wie ich ihn im Alltag erleben durfte, darin wiedererkenne oder ob mir die Person fremd ist. Denn gerade wenn man jemanden ja kennt, dann will man, dass etwas authentisch ist und nicht irgendeine Fiktion. Und deshalb habe ich es hier ja auch empfohlen, weil jeder hier ein Stück von ihm kennenlernt, näher kennenlernt.

Das Buch von Helmut Schmidt hingegen habe ich angelesen, weil ich überlegt habe, es meinem Papa zum Geburtstag zu schenken, weil meinen Eltern schon recht viel über die Zeit berichten, beispielsweise über die Zeit der RAF, die durch die beiden Filme des letzten Jahres und die Freilassungen einiger Personen ja wieder in den Fokus rückte.

Also Berger ist sicherlich die leichtere Kost, zumindest in meinen Augen. Die deutsch-deutsche Thematik hat sicherlich auch einen gewissen Grad Ernsthaftigkeit und Schwere, aber seine Erlebnisse lockern ja vieles auf. Schmidt schildert da ja ganz Anderes, Weitreichenderes.
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  #43  
Alt 21.04.2009, 20:37
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Zitat von Stephanie Beitrag anzeigen
Ich habe auf der Buchmesse in Leipzig in beide reingelesen. Bergers Buch deshalb, weil mich wirklich interessiert hat, ob ich ihn, so wie ich ihn im Alltag erleben durfte, darin wiedererkenne oder ob mir die Person fremd ist. Denn gerade wenn man jemanden ja kennt, dann will man, dass etwas authentisch ist und nicht irgendeine Fiktion. Und deshalb habe ich es hier ja auch empfohlen, weil jeder hier ein Stück von ihm kennenlernt, näher kennenlernt.
Ich hatte leider nie die Möglichkeit, ihn persönlich kennen zu lernen. Aber nachdem ich das Buch gelesen habe, denke ich schon, dass es authentisch ist. Zudem beeindruckt mich seine Gradlinigkeit und die Gabe, immer zu kämpfen und das Optimum aus den jeweiligen Lebenslagen rauszuholen.

Zudem spricht das Buch mehrere Themenbereiche an, die mich persönlich interessieren. Das Buch hat autobiografischen Charakter, tangiert den Fußball, beschäftigt sich mit dem Polit- und Sportapparat der DDR, handelt etappenweise im ehemaligen Jugoslawien (für dieses Land hege ich darüber hinaus großes Interesse) und außerdem spielt Alemannia eine kleine aber feine Rolle.


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Das Buch von Helmut Schmidt hingegen habe ich angelesen, weil ich überlegt habe, es meinem Papa zum Geburtstag zu schenken, weil meinen Eltern schon recht viel über die Zeit berichten, beispielsweise über die Zeit der RAF, die durch die beiden Filme des letzten Jahres und die Freilassungen einiger Personen ja wieder in den Fokus rückte.

Also Berger ist sicherlich die leichtere Kost, zumindest in meinen Augen. Die deutsch-deutsche Thematik hat sicherlich auch einen gewissen Grad Ernsthaftigkeit und Schwere, aber seine Erlebnisse lockern ja vieles auf. Schmidt schildert da ja ganz Anderes, Weitreichenderes.
Das Schmidts Buch komplexer verfasst ist, konnte ich mir schon denken. Aber mich interessiert neben dem Politiker auch die Person Schmidt. Mal abgesehen von dem Hype, der seit seinem Geburtstag herrscht, wurde ihm als Kanzler in den letzten Jahren zu wenig Beachtung geschenkt. In meinen Augen ist er ein ganz großer Deutscher, der viele Probleme, die heute akut sind, vor Jahren schon prognostiziert hat. Vor einiger Zeit habe ich über ihn mal eine Reportage gesehen, in der eine grüne Politikerin (der Name ist mir leider entfallen) am Ende sagte, ihm habe während seiner Legislaturperiode die großen Höhepunkte gefehlt. Das hat mich so geärgert (weil es einfach unwahr ist), dass ich mir sagte, dieses Buch musst Du haben.
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  #44  
Alt 21.04.2009, 20:59
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Das Schmidts Buch komplexer verfasst ist, konnte ich mir schon denken. Aber mich interessiert neben dem Politiker auch die Person Schmidt. Mal abgesehen von dem Hype, der seit seinem Geburtstag herrscht, wurde ihm als Kanzler in den letzten Jahren zu wenig Beachtung geschenkt. In meinen Augen ist er ein ganz großer Deutscher, der viele Probleme, die heute akut sind, vor Jahren schon prognostiziert hat. Vor einiger Zeit habe ich über ihn mal eine Reportage gesehen, in der eine grüne Politikerin (der Name ist mir leider entfallen) am Ende sagte, ihm habe während seiner Legislaturperiode die großen Höhepunkte gefehlt. Das hat mich so geärgert (weil es einfach unwahr ist), dass ich mir sagte, dieses Buch musst Du haben.
Ich kann das Buch von Helmut Schmidt "Ausser Dienst" wärmstens empfehlen - nicht nur für die ältere Generation. Ein kluges Buch von einem klugen Mann, von dem man noch heute vieles lernen kann. Ein Mann, von dem man sagen könnte, dass er uns in der politischen Jetztzeit fehlt, gerade vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise.
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  #45  
Alt 21.04.2009, 21:08
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Ich hatte leider nie die Möglichkeit, ihn persönlich kennen zu lernen.
Wenn Du die Chance hast und ihn irgendwo siehst, sprich ihn an. Der läßt Dich nicht abblitzen.

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Aber nachdem ich das Buch gelesen habe, denke ich schon, dass es authentisch ist. Zudem beeindruckt mich seine Gradlinigkeit und die Gabe, immer zu kämpfen und das Optimum aus den jeweiligen Lebenslagen rauszuholen.

Zudem spricht das Buch mehrere Themenbereiche an, die mich persönlich interessieren. Das Buch hat autobiografischen Charakter, tangiert den Fußball, beschäftigt sich mit dem Polit- und Sportapparat der DDR, handelt etappenweise im ehemaligen Jugoslawien (für dieses Land hege ich darüber hinaus großes Interesse) und außerdem spielt Alemannia eine kleine aber feine Rolle.
Ich hätte mir als Fußballfan ohne Hintergrundwissen vielleicht noch etwas mehr über seine Stationen gewünscht, aber das ist Geschmacksache. Das Phänomen bei ihm ist, dass er für viele Menschen (nicht nur Fußballfans) ein Begriff ist und die dann wissen wollen, wie er so ist. Und mit dem, was man mit ihm so erleben kann, kann man Abende füllen, weil er nicht so aalglatt ist, nicht so professionell wie ein Magath (als Beispiel). Berger ist keine Trainermaschine, die stets funktioniert, keine Schwächen hat und alles kann. Er erzählt doch im Buch die Geschichte mit den Konserven. Das hat sowas Normales, sowas Unbeholfenes und Echtes. Und das hat man mit ihm rund um die Uhr, wenn man mit ihm arbeitet. Deshalb redet auch kaum einer schlecht über ihn, sondern man hört immer wieder Nettes und Lustiges.

Bei seinem Abschied tat er mir damals einerseits leid, weil er doch gerade was erreicht hatte in Aachen und dann war es das. Andererseits hatte ich die Hoffnung, dass es vielleicht alles noch besser geht. Aber heute mit Abstand denke ich, dass er menschlich am besten zur Alemannia gepaßt hat von den Trainern nach Werner Fuchs. Fußballerisch steht auf einem anderen Blatt, aber von seiner Art her paßte das mit ihm und der Alemannia eben irgendwie sehr, sehr gut. Umso trauriger finde ich es auch, dass man ihn nicht so richtig auf der Treppe damals verabschieden konnte, sondern so still und leise nebenbei. Das hätte er anders verdient gehabt als dieser blöde Satz "wir haben das bei einem Glas Champagner beschlossen" (so in der Art war es doch).


Zitat:
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Das Schmidts Buch komplexer verfasst ist, konnte ich mir schon denken. Aber mich interessiert neben dem Politiker auch die Person Schmidt. Mal abgesehen von dem Hype, der seit seinem Geburtstag herrscht, wurde ihm als Kanzler in den letzten Jahren zu wenig Beachtung geschenkt. In meinen Augen ist er ein ganz großer Deutscher, der viele Probleme, die heute akut sind, vor Jahren schon prognostiziert hat. Vor einiger Zeit habe ich über ihn mal eine Reportage gesehen, in der eine grüne Politikerin (der Name ist mir leider entfallen) am Ende sagte, ihm habe während seiner Legislaturperiode die großen Höhepunkte gefehlt. Das hat mich so geärgert (weil es einfach unwahr ist), dass ich mir sagte, dieses Buch musst Du haben.
Die Themen in dem Buch sind staatstragender als Bergers Buch. Was die Dame von den Grünen betrifft, na ja... Also gerade die von mir angesprochene Zeit der RAF war doch Höhepunkt genug und er selbst sagt doch, das seien die schwersten Tage seiner Amtszeit gewesen. Also ich glaube, das war Höhepunkt genug.

Aber an Personen des öffentlichen Interesses, gerade Politikern, werden sich die Geister immer scheiden. Ich habe kürzlich im Bekanntenkreis eine Diskussion erlebt über unsere jetzige Kanzlerin. Da waren alle fest davon überzeugt, dass ihre Umfragewerte (also nicht die zur CDU, sondern zu ihr selbst) total im Keller wären, das würde man überall hören. Ich war da etwas irritiert, weil man in den Medien eigentlich oft hört, dass sie selbst als Person immer sehr gute Werte hat, wollte mich nicht einmischen, weil ich es nicht definitiv besser wußte. Letzte Woche wurden ja nun die neuen Umfragewerte veröffentlicht. Na ja, viel besser stand eine Kanzlerin selten da und daran sieht man, wie unterschiedlich so etwas wahrgenommen wird. Wenn man jemanden nicht mag, sieht es anders aus, als wenn man einen gut findet. Und die Dame der Grünen hegte wahrscheinlich keine großen Sympathien für Schmidt. Andererseits haben die Grünen das Problem, echte Persönlichkeiten aus ihren Reihen zu benennen, vielleicht mag man das dann anderen, egal welcher Partei, auch nicht zugestehen.

Geändert von Stephanie (21.04.2009 um 21:12 Uhr)
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  #46  
Alt 22.04.2009, 02:11
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Ich habe mir auch das Buch von Jörg Berger gekauft weil ich gerne Biografien lese, mich grade das Thema Osten sehr interessiert und mich natürlich der Mensch Jörg Berger interessiert. Also ich finde das Buch sehr gut geschrieben. Es hat sehr viele Informationen, ein paar lustige Szenen ( Bei der beschreibung über seinen ersten Parkhaus aufenthalt hab ich mich gekringelt vor lachen und auch das mit der Politesse war richtig gut) und natürlich auch tragische Momente. Ich habe die DDR nur als Kind mitbekommen wo man es nicht so richtig wahr nimmt, aber wenn ich heute so die Geschichten von Zeitzeugen höre oder lese, kann ich sehr gut nachvollziehen warum es dort viele nicht ausgehalten haben.
Aber auch über die Person Berger kann man vieles erfahren und ich muss der Stephanie recht geben, das er der richtige Mann für Alemannia war und auch noch immer ist. Schade das er nicht mehr hier ist und wahrscheinlich auch nicht mehr kommen ( als Trainer) wird.
Ich wünsche Ihm jedenfalls alles Gute im Kampf gegen seine Krankheit und hoffe das Er es schafft. Und natürlich hoffe ich das Er sooft wie möglich als Gast auf dem Tivoli zu sehen sein wird.

Das Buch kann man wirklich nur wärmstens Empfehlen!!!!!
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  #47  
Alt 22.04.2009, 10:03
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Bei seinem Abschied tat er mir damals einerseits leid, weil er doch gerade was erreicht hatte in Aachen und dann war es das. Andererseits hatte ich die Hoffnung, dass es vielleicht alles noch besser geht. Aber heute mit Abstand denke ich, dass er menschlich am besten zur Alemannia gepaßt hat von den Trainern nach Werner Fuchs. Fußballerisch steht auf einem anderen Blatt, aber von seiner Art her paßte das mit ihm und der Alemannia eben irgendwie sehr, sehr gut. Umso trauriger finde ich es auch, dass man ihn nicht so richtig auf der Treppe damals verabschieden konnte, sondern so still und leise nebenbei. Das hätte er anders verdient gehabt als dieser blöde Satz "wir haben das bei einem Glas Champagner beschlossen" (so in der Art war es doch).

was waren denn damals die Hintergründe für die Beendigung der Zusammenarbeit nach dem DFB-Pokalfinale? Hab' mich damals schon gewundert...

P.S:
also ich werde mir das Buch kaufen. Du und Petrocelli habt nun wirklich mein Interesse geweckt - auch wenn die Aussage "in einem Tag gelesen" bei einem Buch auch kontraproduktiv wirken kann
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  #48  
Alt 22.04.2009, 10:22
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Zitat von Letzter Mann Beitrag anzeigen
was waren denn damals die Hintergründe für die Beendigung der Zusammenarbeit nach dem DFB-Pokalfinale? Hab' mich damals schon gewundert...

P.S:
also ich werde mir das Buch kaufen. Du und Petrocelli habt nun wirklich mein Interesse geweckt - auch wenn die Aussage "in einem Tag gelesen" bei einem Buch auch kontraproduktiv wirken kann
Ja das würde mich auch interessieren. Schließlich hat man sich auf einem gemeinsamen Höhepunkt getrennt. Sowas kann schon mal richtig sein, aber beim Fußball ist das doch eher unnormal. Ich habe letztens noch mit jemandem darüber gesprochen als wir über die Trainer danach diskutiert haben.
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  #49  
Alt 22.04.2009, 12:10
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Stephanie Stephanie ist offline
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Zitat von Letzter Mann Beitrag anzeigen
was waren denn damals die Hintergründe für die Beendigung der Zusammenarbeit nach dem DFB-Pokalfinale? Hab' mich damals schon gewundert...
Im Grunde habe ich es in meinem Buch damals ja angerissen, mehr weiß ich auch heute nicht. Aber ich finde das "Wie" heute noch genau so blöd wie damals (das etwas nicht mehr zusammen paßt, okay, muss man als Fan und Nicht-Entscheidungsträger akzeptieren; aber das wie war in meinen Augen unschön, aber das ist meine persönliche Meinung, manch anderer fand den Ablauf vielleicht gelungen).

Der mir genannte Grund: Es hat wohl irgendwie nicht mehr gepaßt.

Als ich für mein Buch mit den damals handelnden Personen sprach, erzählte mir Tim Hammer, dass man in Berlin am Morgen des Finals bereits mit Hecking verhandelt habe (diese Aussage habe ich und durfte ich auch dann im Buch als Zitat bringen - haben auch andere Interviewpartner dann bestätigt). Das wiederum fand ich persönlich schon ziemlich bitter, denn wenn man sich vor Augen hält, dass man ein absolutes Highlight erlebt und andererseits wird über den Kopf des Trainers entschieden, mit dem man soweit gekommen ist, fand ich irgendwie bedrückend und habe lange überlegt, wie ich das überhaupt formuliere. Ich habe nach dem Gespräch mit Hammer extra nochmal mit Berger gesprochen, weil ich auch so fair sein wollte, ihm vorab zu sagen, dass ich das Zitat von Hammer einbauen werde. Im Grunde ist es aber auch illusorisch zu glauben, dass Berger das nicht gehört/gemerkt hat, also dass Hecking da war und so. Und das vor so einem Spiel.

Und als hier die letzten Tage über Klitzperas Abschied und Bergers Buch geschrieben wurde, ist mir eigentlich erst der Gedanke gekommen, dass es doch auch irgendwie doof war, dass er noch nicht mal einen gebührenden Abschied auf der Treppe bekam. Wenn man sich per Handschlag auf einem Parkplatz am Flughafen verabschiedet hätte, weil kein Empfang mehr in Aachen geplant gewesen wäre, ja okay. Aber so hat man das damals auch irgendwie in den Sand gesetzt, weil man erst einen Tag später mit ihm sprach.

Im Nachhinein weiß ich damit nun auch, warum er total apathisch in Berlin in seiner Trainerkabine saß als ich ihn dort zu einem Interview abholte oder wieso er sich sehr emotional von allen Mitarbeitern einzeln verabschiedete im Rathaus. Ich Naivling dachte aber, der verabschiedet sich in den Urlaub. Ich hätte nie gedacht, dass etwas nicht in Ordnung ist bzw. dass ich am nächsten Tag was von Champagner schreiben soll. Aber das ist wohl Fußball - hat mir auch jemand gesagt als ich kritisch nachfragte, wieso man das so und nicht anders gemacht hatte. Eine konkretere Antwort gab es nicht.

Andererseits, wir sprechen hier immer drüber, wie doof sich die Alemannia anstellt, Ehemalige zu verabschieden oder mit ihnen korrekt umzugehen. Wenn wir uns näher mit anderen Vereinen beschäftigen würden, würden wir auch da auf solche "Verfehlungen" stoßen. Das bekommen wir nur nicht mit. Außerdem scheint ein Abschied irgendwie schwerer zu organisieren zu sein wie ein Willkommen, weil beim Abschied immer mehr Emotionen im Spiel sind (na gut, das Willkommen von Frontzeck gestaltete sich auch schwierig).

Geändert von Stephanie (22.04.2009 um 12:25 Uhr)
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  #50  
Alt 22.04.2009, 15:26
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Andererseits, wir sprechen hier immer drüber, wie doof sich die Alemannia anstellt, Ehemalige zu verabschieden oder mit ihnen korrekt umzugehen. Wenn wir uns näher mit anderen Vereinen beschäftigen würden, würden wir auch da auf solche "Verfehlungen" stoßen. Das bekommen wir nur nicht mit. Außerdem scheint ein Abschied irgendwie schwerer zu organisieren zu sein wie ein Willkommen, weil beim Abschied immer mehr Emotionen im Spiel sind (na gut, das Willkommen von Frontzeck gestaltete sich auch schwierig).
Danke für Deinen letzten Abschnitt. Das ging mir die letzten Tage auch immer wieder durch den Kopf. Wir haben auch immer wieder Spieler in unseren Reihen die vorher unschön vom Hof gejagt wurden. Wir bekommen nur vieles aus anderen Vereinen nicht mit. Ich glaube nicht, dass wir hier immer am Schlimmsten agieren. Was nicht heißen soll, dass man nicht mit aller Macht versuchen sollte es besser zu machen.
Abschiede sind aber, auch da stimme ich Dir zu generell sehr schwierig. Viele von uns werden das des Öfteren auch in den Firmen in denen wir arbeiten feststellen. Oft fühlen sich Vorgesetzt persönlich beldeidigt, oder verlieren direkt das Interesse sobald jemand kündigt. Letztendlich (Achtung Phrase!!) sind die Verwantwortlichen bei Alemannia auch nur Menschen und verhalten sich von daher in vielen Situationen vergleichbar zum alltäglichen Leben.
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  #51  
Alt 22.04.2009, 17:17
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Letzter Mann Letzter Mann ist offline
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Andererseits, wir sprechen hier immer drüber, wie doof sich die Alemannia anstellt, Ehemalige zu verabschieden oder mit ihnen korrekt umzugehen. Wenn wir uns näher mit anderen Vereinen beschäftigen würden, würden wir auch da auf solche "Verfehlungen" stoßen. Das bekommen wir nur nicht mit. Außerdem scheint ein Abschied irgendwie schwerer zu organisieren zu sein wie ein Willkommen, weil beim Abschied immer mehr Emotionen im Spiel sind (na gut, das Willkommen von Frontzeck gestaltete sich auch schwierig).
Wirkt ganz schön professionell bis abgezockt, wie Du auch solche emotionalen Dinge persönlich einordnen kannst.

Mir gelingt das nicht immer; auf jeden Fall ist mir Dein Ansatz aber allemal lieber als die rein emotionale (Blut und Ehre-)Brille, mit der viele Fans die Dinge in und um die Alemannia betrachten. Meistens sehen sie sich selbst dabei auch noch als die einzigen wahren Hüter der Alemannia-Tradition usw.
Ich denke die richtige Mischung macht''s.
Ach ja, und die Hoffnung, dass irgendwann mal ein Lerneffekt bei den Verantwortlichen der GmbH einsetzt
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  #52  
Alt 22.04.2009, 18:14
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Wirkt ganz schön professionell bis abgezockt, wie Du auch solche emotionalen Dinge persönlich einordnen kannst.

Mir gelingt das nicht immer; auf jeden Fall ist mir Dein Ansatz aber allemal lieber als die rein emotionale (Blut und Ehre-)Brille, mit der viele Fans die Dinge in und um die Alemannia betrachten. Meistens sehen sie sich selbst dabei auch noch als die einzigen wahren Hüter der Alemannia-Tradition usw.
Ich denke die richtige Mischung macht''s.
Ach ja, und die Hoffnung, dass irgendwann mal ein Lerneffekt bei den Verantwortlichen der GmbH einsetzt
Ein Fußballverein ist am Ende nichts anderes wie jeder andere Betrieb auch. Die Illusion, dass dort immer alle an einem Strang ziehen und sich alle in den Dienst der Sache stellen, die ist mir schlichtweg verloren gegangen - nicht nur durch Aachen, sondern auch weil ich gesehen habe, dass es in den meisten anderen Vereinen ähnlich läuft. Fußball ist ein dreckiges Geschäft und für Emotionen abseits des Rasens ist da 0 Platz. So ist das eben. Und als Fan will man zwar am liebsten alles wissen, was im Verein abgeht, aber manchmal ist es wahrscheinlich besser, man weiß doch nicht alles.

Letzte Woche habe ich hier in der Stadt Marcus Hesse getroffen. Dem wurde von Ralf Minge und damals auch Norbert Meier sonst was versprochen, dass er nach Dresden kommt. Jetzt ist er fast zwei Jahre hier und weiß nicht, wie es überhaupt weitergehen soll, weil sich nichts von dem eingestellt hat, was man ihm versprochen hat. Nicht mal mehr auf der Bank sitzt er. Es ist sogar so, dass er die Kabine nicht mehr betreten darf, um die anderen Spieler durch seine Anwesenheit nicht zu stören. Trainieren muss er mit der zweiten Mannschaft (5. Liga), darf dort aber auch nicht mehr im Tor stehen, weil man festgelegt hat, dass er überhaupt nicht mehr hier im Tor stehen soll, denn die anderen Torhüter brauchen ja allesamt Spielerfahrung. Im Sturm durfte er einmal ran - toll.

Ist das ein professioneller Umgang mit einem Spieler, der aussortiert worden ist, dessen Heimat das hier ist? Der ist 25 Jahre alt und steht durch die Entwicklung hier in Dresden in einer absoluten Sackgasse, die ihn die Karriere kosten kann. Um einer Frage vorzubeugen: Mir ist nicht bekannt, dass er irgendwas so verbockt hat, dass das diese Maßnahmen rechtfertigen würde.

Geändert von Stephanie (22.04.2009 um 18:17 Uhr)
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  #53  
Alt 15.09.2009, 20:16
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  #54  
Alt 22.11.2009, 11:31
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  #55  
Alt 22.11.2009, 12:17
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Alt 22.11.2009, 13:28
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