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  #7321  
Alt 03.12.2019, 00:04
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Heinsberger LandEi Heinsberger LandEi ist offline
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Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Ein alljährlicher Gesamt-Etat in Höhe von 5.000.000 Euro für einen Viertligisten, 80% dieser wahrhaft stolzen Summe kommen »von außen«, das kann/sollte/muss man sich zumindest einmal, besser regelmäßig, »ganz langsam« durch den Kopf gehen lassen.

Wie kommst Du auf alljährlich 5 Millionen? Ich glaube, es gab mal eine Saison um die Klitzp-Ära herum, in der wir soviel ausgaben.


In der vergangenen Saison haben wir laut Medienberichten mit 3 Millionen Gesamtetat geplant. Glaube nicht, dass wir dieses Jahr extrem viel mehr haben, mal abgesehen von den Umsätzen und Kosten aus dem DFB-Pokalspiel.


Falls Du die Betriebskosten der Stadt Aachen für die städtische Immobilie Tivoli dazurechnest, hat das nix mehr mit dem Alemannia-Etat zu tun. Diese Ausgaben werden nicht von der Alemannia verwaltet oder verantwortet, genausowenig wie bspw. die Umsatzsteuern, die die Alemannia auf der anderen Seite wieder an die öffentliche Hand abführt.


Die Ausgaben der Stadt Köln für das städtische Müngersdorfer Stadion finden sich schließlich auch nicht im Etat des FC wieder. Genausowenig wie die Zinssubventionen der Stadt MG für das dortige Stadion vom darin spielenden Verein irgendwo ausgewiesen werden.


Und was meinst Du mit "von außen"? Überall kommt alles Geld nur von außen, mit Ausnahme der Notendruckerei.



Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Warum fließen angeblich nur 40% des Sportetats in die Spielergehälter? Muss man ausgewiesener Fußballexperte sein, um zu vermuten, dass 60 oder gar 80% entsprechend mehr Spielraum bei der Auswahl von Spielern böte?

Ich verweise mal auf eine Info, die Tivolino vor nem guten halben Jahr von offizieller Seite erhalten hat:
https://www.alemannia-brett.de/forum...&postcount=309
Zitat:
In den 1,2 Millionen sind neben anderen Lohnnebenkosten allein schon mehr als 300.000 Euro für die Berufsgenossenschaft mit drin. Zieht man alles andere, insbesondere die Trainergehälter, auch noch ab, bleiben für die Bruttospielergehälter - inklusive Prämien - in der Tat nicht mehr als rund 500.000 Euro für die Mannschaft übrig.
Alleine die Berufsgenosschenschaft "frisst" also 25 % des Sportetats auf.
Wenn Du auf die 40 % Spielergehälter nochmal die anderen Lohnnebenkosten drauflegst, kommen alleine schon durch die gesetzlichen Sozialversicherungen (arbeitgeberseitig ca. 20 % aus den 40 %) nochmal 8 % des Sportetats drauf. Somit liegen wir bei BG 25% +Bruttogehälter 40% + Arbeitgeber-SV 8% schon mal bei 73 %.


Bleiben nur noch 27 %, in denen unter anderem die Gehälter für den Trainerstab, Physios, Material und Reisekosten enthalten sind.
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a.tetzlaff (03.12.2019), tivolino (03.12.2019)
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  #7322  
Alt 03.12.2019, 00:57
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Zitat:
Zitat von Heinsberger LandEi Beitrag anzeigen
Wie kommst Du auf alljährlich 5 Millionen? Ich glaube, es gab mal eine Saison um die Klitzp-Ära herum, in der wir soviel ausgaben.

In der vergangenen Saison haben wir laut Medienberichten mit 3 Millionen Gesamtetat geplant. Glaube nicht, dass wir dieses Jahr extrem viel mehr haben, mal abgesehen von den Umsätzen und Kosten aus dem DFB-Pokalspiel.

Falls Du die Betriebskosten der Stadt Aachen für die städtische Immobilie Tivoli dazurechnest, hat das nix mehr mit dem Alemannia-Etat zu tun. Diese Ausgaben werden nicht von der Alemannia verwaltet oder verantwortet, genausowenig wie bspw. die Umsatzsteuern, die die Alemannia auf der anderen Seite wieder an die öffentliche Hand abführt.

Die Ausgaben der Stadt Köln für das städtische Müngersdorfer Stadion finden sich schließlich auch nicht im Etat des FC wieder. Genausowenig wie die Zinssubventionen der Stadt MG für das dortige Stadion vom darin spielenden Verein irgendwo ausgewiesen werden.

Und was meinst Du mit "von außen"? Überall kommt alles Geld nur von außen, mit Ausnahme der Notendruckerei.

Ich verweise mal auf eine Info, die Tivolino vor nem guten halben Jahr von offizieller Seite erhalten hat:
https://www.alemannia-brett.de/forum...&postcount=309
Alleine die Berufsgenosschenschaft "frisst" also 25 % des Sportetats auf.
Wenn Du auf die 40 % Spielergehälter nochmal die anderen Lohnnebenkosten drauflegst, kommen alleine schon durch die gesetzlichen Sozialversicherungen (arbeitgeberseitig ca. 20 % aus den 40 %) nochmal 8 % des Sportetats drauf. Somit liegen wir bei BG 25% +Bruttogehälter 40% + Arbeitgeber-SV 8% schon mal bei 73 %.

Bleiben nur noch 27 %, in denen unter anderem die Gehälter für den Trainerstab, Physios, Material und Reisekosten enthalten sind.
25% des Etats alleine für die Berufsgenossenschaft????

Sorry Leute, bei allem was recht ist, aber das kann nicht wahr sein.

Da ich selbst einen Verein über 10 Jahre lang geführt habe kann ich nur sagen, dass es ca. 2,5 % waren, die von den Gehältern an die Berufsgenossenschaft abgeführt werden mussten. Keine 25%, nie und nimmer.

Dann müsste ja allein Bayern München jedes Jahr 150 bis 180 Millionen Euro an die Berufsgenossenschaft abdrücken. Die würden sich freuen.
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  #7323  
Alt 03.12.2019, 01:42
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Zitat:
Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Dann müsste ja allein Bayern München jedes Jahr 150 bis 180 Millionen Euro an die Berufsgenossenschaft abdrücken. Die würden sich freuen.
Ja jut, aber die werden sicherlich auch ein "kleines Sümmchen" kassieren falls Lewandowski sich mal das Kreuzband reissen sollte... wer viel bekommen will, der muss auch viel einzahlen.
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  #7324  
Alt 03.12.2019, 01:57
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Zitat:
Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Da ich selbst einen Verein über 10 Jahre lang geführt habe kann ich nur sagen, dass es ca. 2,5 % waren, die von den Gehältern an die Berufsgenossenschaft abgeführt werden mussten. Keine 25%, nie und nimmer.

Was für ein Verein war das denn?
Du weißt schon, dass bei einem Profifußballverein die Berufsgenossenschaft auch die kompletten Gehälter aller verletzten Profis bezahlen muss?
Alleine mit Bors und Rehnen sind bei uns schon fast 10 % des gesamten Kaders langzeitverletzt.
Und alle Verletzungen, die beim Training und im Spiel passieren, sind beruflich bedingt, Behandlungen und Folgekosten sind durch die BG zu leisten, die auch bspw. bei Sportinvalidität einspringen muss.
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  #7325  
Alt 03.12.2019, 13:01
chris2010 chris2010 ist offline
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Zitat:
Zitat von Heinsberger LandEi Beitrag anzeigen
In der vergangenen Saison haben wir laut Medienberichten mit 3 Millionen Gesamtetat geplant. ...
Alleine die Berufsgenosschenschaft "frisst" also 25 % des Sportetats auf.
Wenn Du auf die 40 % Spielergehälter nochmal die anderen Lohnnebenkosten drauflegst, kommen alleine schon durch die gesetzlichen Sozialversicherungen (arbeitgeberseitig ca. 20 % aus den 40 %) nochmal 8 % des Sportetats drauf. Somit liegen wir bei BG 25% +Bruttogehälter 40% + Arbeitgeber-SV 8% schon mal bei 73 %.
Bleiben nur noch 27 %, in denen unter anderem die Gehälter für den Trainerstab, Physios, Material und Reisekosten enthalten sind.

Hier die Quelle dazu:
https://www.aachener-nachrichten.de/...t_aid-24509673


Von den 1,2 Millionen des damaligen Sportetats gingen 350.000 € für Berufsgenossenschaft und Sozialversicherung ab, also sogar über 29%.
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  #7326  
Alt 03.12.2019, 13:03
chris2010 chris2010 ist offline
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Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Ein alljährlicher Gesamt-Etat in Höhe von 5.000.000 Euro für einen Viertligisten, 80% dieser wahrhaft stolzen Summe kommen »von außen«, das kann/sollte/muss man sich zumindest einmal, besser regelmäßig, »ganz langsam« durch den Kopf gehen lassen.
...
Da liegt wohl eine Verwechslung vor. Wir sind Alemannia Aachen, nicht Wacker Nordhausen.
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  #7327  
Alt 03.12.2019, 13:32
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Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Ich zähle nicht zu den Ungeduldigen, was den Aufstieg betrifft, allerdings vermisse ich seit Jahren schon eine stimmige, glaubhaft erscheinende Strategie. Immer noch fehlt die Bereitschaft, aus den gemachten Erfahrungen notwendige Rückschlüsse zu ziehen und konsequent umzusetzen. Warum fließen angeblich nur 40% des Sportetats in die Spielergehälter? Muss man ausgewiesener Fußballexperte sein, um zu vermuten, dass 60 oder gar 80% entsprechend mehr Spielraum bei der Auswahl von Spielern böte? Wozu derart viel Geld für »Sonstiges« oder selbstgefällige Super-Strategen verbraten, wenn die Basis nicht ausreicht?

Statt weiter zu jammern, »weil angeblich die Kohle nicht reicht«, gilt es, mit dem Gegebenen optimal zu wirtschaften. - Alternativ könnte man das ehrgeizige Ziel »schnellstmöglicher Aufstieg« herunterschrauben, aber, so mein Eindruck, möchten die vielen Anhänger das gerade nicht.

Na, was denn jetzt?
Das, was hier gerade passiert ist "mit dem Gegebenen optimal wirtschaften"!
Wirtschaften heißt NICHT, die 60 oder gar 80% zu nutzen als Spielraum bei der Auswahl von Spielern. Was dann nämlich passiert sieht man ja.


Nochmal, ich halte es für extrem riskant mit der Hoffnung auf bessere Zeiten den Etat bis auf den letzten Cent zu verschwenden um irgendwelche Top Spieler zu holen die uns in die nächsthöhere Liga schießen WERDEN.
Trifft das nämlich nicht ein, Beispiele dafür gibt es genügend, können wir wieder beim Niering klingeln.


Das sich die Alemannia, nach 2(!) insolvenzen mittlerweile soweit erholt hat, dass sie schwarze Zahlen schreibt - und seien sie noch so klein - wird leider nicht erwähnt.


Die von dir angesprochene, fehlende Bereitschaft aus den gemachten Erfahrungen notwendige Rückschlüsse zu ziehen und konsequent umzusetzen, ist mit Antritt von MvH durchaus durchgesetzt worden, was das finanzielle betrifft. Das ist meine persönliche Meinung.


Ich habe keinen Bock, mit 2 überbezahlten Spielern, die wir uns nicht leisten können und die uns dann plötzlich doch nicht helfen, wieder in der Zeitung zu stehen mit: "Alemannia beantragt 3. Insolvenz"


Und ich lehne mich nochmal gaaaanz weit zurück, schaue mir die Vereine an deren Investoren abspringen, deren Plaung völlig falsch war und und und...
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Mott (04.12.2019)
  #7328  
Alt 03.12.2019, 14:22
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Zitat von chris2010 Beitrag anzeigen
Hier die Quelle dazu:
https://www.aachener-nachrichten.de/...t_aid-24509673


Von den 1,2 Millionen des damaligen Sportetats gingen 350.000 € für Berufsgenossenschaft und Sozialversicherung ab, also sogar über 29%.

Da müßte sich die halbe Mannschaft, also 12 Spieler gleichzeitig, schwer verletzen und dauerverletzt das gesamte Jahr ausfallen, um auf die 350.000 € Versicherungssumme zu kommen. Das ist doch Wahnsinn.
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  #7329  
Alt 03.12.2019, 14:44
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Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Da müßte sich die halbe Mannschaft, also 12 Spieler gleichzeitig, schwer verletzen und dauerverletzt das gesamte Jahr ausfallen, um auf die 350.000 € Versicherungssumme zu kommen. Das ist doch Wahnsinn.


Naja du musst bedenken, dass es sich hier um Profisportler handelt. Das Verletzungsrisiko ist imens hoch.
Hier mal eine Quelle von der VBG:
http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_u...tion_node.html


Hinzu kommt natürlich der Unterschied zwischen bezahlten Sportlern und Mitglieder eines Taubenzuchtvereins.
Klar sind die Beiträge hoch aber die Leistungen sind auch ganz andere.


Hier noch ein paar Infos zu höheren Ligen:
https://www.sueddeutsche.de/sport/ih...htig-1.2148703


Und hier ein Artikel von 2013 über die Tarife:
https://www.haufe.de/sozialwesen/ver...40_158518.html
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  #7330  
Alt 03.12.2019, 15:09
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Zitat von KILO Beitrag anzeigen
Naja du musst bedenken, dass es sich hier um Profisportler handelt. Das Verletzungsrisiko ist imens hoch.
Hier mal eine Quelle von der VBG:
http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_u...tion_node.html

Dann nehmen wir das mal zur Grundlage.

2,7 Verletzungen Pro Spieler x 1.040 € Kosten pro Verletzung x 24 Spieler macht 67.392 €.

Bei 82,7 % Anteil verletzter Spieler eines Teams 55.733 €.

Selbst unter Berücksichtigung von Ausfallzeiten, die erst nach der 6. Woche zu Buche schlagen, da bis dahin der Arbeitgeber das Gehalt bezahlt und erst dann von der Krankenversicherung übernommen werden, sind die 350.000 € für Berufsgenossenschaft und Versicherung der Wahnsinn.
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  #7331  
Alt 03.12.2019, 15:45
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Problem ist halt, wie ich bereits sagte, die Art der Versicherung und die Art des Versicherungsnehmers.
Schau dir mal die Gefahrenklassen der VBG an:
http://www.vbg.de/SharedDocs/Medien-...cationFile&v=3


Beispiel:
Versicherungsnehmer in der Finanzdienstbranche haben eine Gefahrenklasse von 0,41


Bezahlte Sportler, wie unsere Mannschaft, haben eine Gefahrenklasse von derzeit 60,62


Was glaubst du, was ich für Beiträge in meiner Lebensversicherung zahlen müsste, wenn ich mit 60 Jahren beginne Freeclimbing zu machen?
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Michi Müller (03.12.2019)
  #7332  
Alt 03.12.2019, 15:57
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Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Da müßte sich die halbe Mannschaft, also 12 Spieler gleichzeitig, schwer verletzen und dauerverletzt das gesamte Jahr ausfallen, um auf die 350.000 € Versicherungssumme zu kommen. Das ist doch Wahnsinn.

Er hat geschrieben, Sozialversicherung und BG, gemeinsam 350.000...


wenn wir jetzt mal von einem normalen Anteil Sozialversicherung ausgehen, dann sind wir irgendwo in Richtung 100.000 Euro für die BG unterwegs, maximal 150.000€
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  #7333  
Alt 03.12.2019, 15:58
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Zitat von KILO Beitrag anzeigen
Problem ist halt, wie ich bereits sagte, die Art der Versicherung und die Art des Versicherungsnehmers.
Schau dir mal die Gefahrenklassen der VBG an:
http://www.vbg.de/SharedDocs/Medien-...cationFile&v=3


Beispiel:
Versicherungsnehmer in der Finanzdienstbranche haben eine Gefahrenklasse von 0,41


Bezahlte Sportler, wie unsere Mannschaft, haben eine Gefahrenklasse von derzeit 60,62


Was glaubst du, was ich für Beiträge in meiner Lebensversicherung zahlen müsste, wenn ich mit 60 Jahren beginne Freeclimbing zu machen?

Das vorherige Rechenmodell stammt doch bereits aus der Versicherung bezogen auf die Gefahrenklasse für Profifußballer.
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  #7334  
Alt 03.12.2019, 16:06
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Zitat von tjangoxxl Beitrag anzeigen
Er hat geschrieben, Sozialversicherung und BG, gemeinsam 350.000...


wenn wir jetzt mal von einem normalen Anteil Sozialversicherung ausgehen, dann sind wir irgendwo in Richtung 100.000 Euro für die BG unterwegs, maximal 150.000€

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, du kommst niemals auf eine reale Belastung von 350.000 € für die Berufsgenossenschaft und Sozialversicherung.


Die Beiträge im Verhältnis zu den im Durchschnitt real entstehenden Kosten sind exorbitant. http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_u...tion_node.html
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  #7335  
Alt 03.12.2019, 16:30
chris2010 chris2010 ist offline
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Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Dann nehmen wir das mal zur Grundlage.

2,7 Verletzungen Pro Spieler x 1.040 € Kosten pro Verletzung x 24 Spieler macht 67.392 €.

Bei 82,7 % Anteil verletzter Spieler eines Teams 55.733 €.

Selbst unter Berücksichtigung von Ausfallzeiten, die erst nach der 6. Woche zu Buche schlagen, da bis dahin der Arbeitgeber das Gehalt bezahlt und erst dann von der Krankenversicherung übernommen werden, sind die 350.000 € für Berufsgenossenschaft und Versicherung der Wahnsinn.

Die Rechnung ist einfacher.
Pro erlittene Verletzung hat die BG durchschnittlich 1040 € bezahlt, also unabhängig von der 6. Woche. Pro Team gab es durchschnittlich 72,1 Verletzungen. Damit hatte die Berufsgenossenschaft pro Team durchschnittlich 74984 € bezahlt.

Bei meinen Versicherungen ist es so, dass die gerne mehr Geld einnehmen als ausgeben, so dass die Prämie pro Team deutlich über diesen etwa 75000 € liegen dürfte. Allerdings handelt es sich hier wohl um die Ligen 1 und 2, und die Prämien sind sicher abhängig vom Einkommen der Spieler, müssten für uns also wieder niedriger sein.
Du hast Recht, die Summe von 350.000 erscheint schon ziemlich hoch. Ist es auf der Jahreshauptversammlung nicht üblich, einen detaillierten Finanzbericht (also auch Gehälter von Spielern und Trainer etc.) vorzulegen?
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  #7336  
Alt 03.12.2019, 16:53
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Ja, dann nix wie hin zur Geschaeftsstelle und rechnet dem MvH mal vor, dass er von der Berufsgenossenschaft ueber den Tisch gezogen wird...

Er wird bestimmt hocherfreut sein, dass ihm das Forum Einsparpotenzial im sechsstelligen Bereich aufzeigen kann.
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Geändert von Niemand (03.12.2019 um 16:57 Uhr)
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  #7337  
Alt 03.12.2019, 17:35
Franz Wirtz Franz Wirtz ist offline
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Zitat:
Zitat von Heinsberger LandEi Beitrag anzeigen
Und was meinst Du mit "von außen"? Überall kommt alles Geld nur von außen, mit Ausnahme der Notendruckerei. ...
Alle Einnahmen, die Dritte - beispielsweise Sponsoren - »freiwillig« leisten und nicht direkt dem reinen Spielbetrieb erwachsen. Hierzu zählen auch die 2 Millionen »Betriebskostenzuschuss« der Stadt, ohne die ein Spielbetrieb nicht möglich wäre. Diesen Zuschuss dauerhaft als selbstverständlich und gottgegeben zu erwarten, darf, wer auch immer, gerne tun. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch diese 2 Millionen »von außen« freiwillig zur Verfügung gestellt werden müssen. Dass das andernorts genauso oder gegebenenfalls auch völlig anders passiert, mag sein, ich habe diesbezüglich keine vollständige Übersicht.

Zitat:
Zitat von Heinsberger LandEi Beitrag anzeigen
Falls Du die Betriebskosten der Stadt Aachen für die städtische Immobilie Tivoli dazurechnest, hat das nix mehr mit dem Alemannia-Etat zu tun. ...
Dass die Stadt die Aufwendungen für ihre „Spezial-Immobilie“ selbst verwaltet, ändert doch nichts daran, dass die diesbezüglichen Ausgaben vom »Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.« verantwortet werden. Oder spielt vorrangig die Betriebssportgemeinschaft der Stadt »op dr Tivoli«?

Zitat:
Zitat von Heinsberger LandEi Beitrag anzeigen
Alleine die Berufsgenosschenschaft "frisst" also 25 % des Sportetats auf. ...
Dieser hohe Prozentsatz ist doch wohl ausschließlich auf die Spielergehälter anzulegen und die stellen lediglich einen Teil (ca. 50%) des Sportetats dar?

In meiner Reaktion zu dem Artikel von »tivolino« ging es eigentlich um ein gänzlich anderes Thema: Der Art und Weise, wie die Führungscrew aktuell mit der »Pyro-Problematik« umgeht und anscheinend zukünftig auch weiter umzugehen gedenkt. Ich greife jeden weiterführenden Gedanken gerne auf, würde mich aber freuen, wenn bei Antworten das ursprüngliche Thema nicht gänzlich unbeachtet bliebe.
.
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„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Joachim Ringelnatz
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  #7338  
Alt 03.12.2019, 18:13
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Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Ich greife jeden weiterführenden Gedanken gerne auf, würde mich aber freuen, wenn bei Antworten das ursprüngliche Thema nicht gänzlich unbeachtet bliebe.
.
Das Thema war Pyro und wie die Führung (Fröhlich und MvH) mit den dafür Verantwortlichen umgeht.

Sehr richtig!
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"Die einen kennen mich, und die anderen können mich "

Rudolf Servatius
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  #7339  
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Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Du kannst es drehen und wenden wie du willst, du kommst niemals auf eine reale Belastung von 350.000 € für die Berufsgenossenschaft und Sozialversicherung.


Die Beiträge im Verhältnis zu den im Durchschnitt real entstehenden Kosten sind exorbitant. http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_u...tion_node.html
Man kann es drehen wie man will:

Neben Berufsgenossenschaft , Sozialversicherung, Kilicgehalt, Gehalt seines Stabes usw.. bleibt zu wenig für die Spielergehälter , um konkurrenzfähig mit den Spitzenteams zu sein.
Darauf kommt es an, wenn man mal einen Aufstieg anpeilt und nicht wieder auf Glück und Zufälle wartet.
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Rudolf Servatius
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Alt 03.12.2019, 19:12
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Alle Einnahmen, die Dritte - beispielsweise Sponsoren - »freiwillig« leisten und nicht direkt dem reinen Spielbetrieb erwachsen.

Die Sponsorenleistungen sind aber kein nettes Extra, was uns jemand noch freiwillig dazuschenkt, sondern Grundlage der Existenz jedes Fußballvereins, schon in der Kreisliga. Ohne Sponsoren gäbe es gar keinen Spielbetrieb bzw. wenn, dann nur in den Kreisligen C und D. Auch wenn die Höhe der Einnahmen dem guten Willen der Sponsoren zu verdanken ist, erhalten Sie eine Gegenleistung hierfür in Form von Werbung, bequemen Sitzen und Leckereien.



Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Hierzu zählen auch die 2 Millionen »Betriebskostenzuschuss« der Stadt, ohne die ein Spielbetrieb nicht möglich wäre.

Auch wenn der Nebensatz stimmt, ist der Hauptsatz weiter falsch. Der Betriebskostenzuschuss der städtischen Immobilie Tivoli gehört nicht zu den Einnahmen der Alemannia, auch wenn selbige überwiegend hiervon profitiert.


Oder würdest Du behaupten, dass jeder Grundschüler im Schnitt 5910,- € Einnahmen monatlich hat, weil man zu den 10 € Taschengeld ja auch die 5900 € rechnen muss, die der Staat für seinen Grundschulplatz aufwendet?


Auch wenn wir der Stadt dankbar sein dürfen, so wie viele andere Vereine in anderen Städten auch, hat die städtische Politik aufgrund ihrer damaligen Haltung diese Kosten doch erheblich mitzuverantworten.


Der Bau in städtischer Hand oder mit Kommunalkredit, wie es bei nahezu allen anderen Stadienbauten üblich ist, hätte vermutlich dafür gesorgt, dass die Alemannia nicht unter der Kostenlast zusammenbrechend direkt zwei Ligen tief abgestürzt wäre. Eventuell wären wir dann heute noch Zweit- oder gar "Anderthalbligist" und könnten eine wesentlich höhere und kostendeckende Miete oder Tilgungsrate zahlen.



Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Dass die Stadt die Aufwendungen für ihre „Spezial-Immobilie“ selbst verwaltet, ändert doch nichts daran, dass die diesbezüglichen Ausgaben vom »Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.« verantwortet werden. Oder spielt vorrangig die Betriebssportgemeinschaft der Stadt »op dr Tivoli«?

Verantwortet im Sinne von "damals ursprünglich verursacht" ja. Aber nicht im betriebswirtschaftlichen oder rechtlichen Sinne. Wenn ich ein Haus vermiete und dort die Heizung kaputt geht, bin ich als Vermieter dafür verantwortlich und verantworte auch die Ausgaben. Auch dann, wenn ich dem Mieter einst das Haus abgekauft habe, als dieser knapp bei Kasse war. Die Stadt hat durch den Tivoli-Kauf nunmal auch die komplette Verantwortung hierfür erworben.



Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
Dieser hohe Prozentsatz ist doch wohl ausschließlich auf die Spielergehälter anzulegen und die stellen lediglich einen Teil (ca. 50%) des Sportetats dar?

Wie aus dem hier geposteten Haufe-Link hervorgeht, musste man für Berufsfußballer im Jahr 2016 sogar knapp 40 % Ihrer Gehaltshöhe an die VBG abdrücken. Wenn wir in der vergangenen Saison 500.000 € Spielergehälter hatten, ergäbe dies 200.000 € (entgegen der zitierten 300.000 €). Zusammen mit anderen Sozialversicherungsbeiträgen und auch den Beiträgen für Trainer und andere sportliche Mitarbeiter könnte man dann auf die 350.000 € Gesamtsozialversicherungsbeiträge im Sportetat kommen, die chris2010 aus dem AN-Artikel zitiert hat.


Zitat:
Zitat von Franz Wirtz Beitrag anzeigen
In meiner Reaktion zu dem Artikel von »tivolino« ging es eigentlich um ein gänzlich anderes Thema: Der Art und Weise, wie die Führungscrew aktuell mit der »Pyro-Problematik« umgeht und anscheinend zukünftig auch weiter umzugehen gedenkt. Ich greife jeden weiterführenden Gedanken gerne auf, würde mich aber freuen, wenn bei Antworten das ursprüngliche Thema nicht gänzlich unbeachtet bliebe.
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Ich bin jetzt in Weihnachtsstimmung. Über Pyro denke ich erst wieder nach, wenn in 3 Wochen die Prospekte mit den Angeboten im Briefkasten liegen.
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Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Heinsberger LandEi für den nützlichen Beitrag:
a.tetzlaff (03.12.2019), Braveheart (03.12.2019), chris2010 (03.12.2019)
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