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Alt 08.01.2017, 11:08
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Bestandsaufnahme

Da ja seit geraumer Zeit zwar noch immer viele Beiträge zu diesem Thema gebracht werden, in der Sache aber nichts Neues mehr kommt, wage ich mich mal an eine Analyse der aktuellen Situation. Aus meiner Sicht können wir von 5 Szenarien ausgehen, die mit mehr oder weniger Wahrscheinlichkeit eintreffen werden.

Dabei gehe ich von der folgenden finanziellen Situation aus: Wir werden, falls wir die Saison überhaupt zu Ende bringen, am Ende der Saison eine Unterdeckung von ca. 2 Mio. € haben, bestehend aus ca. 2 Mio. € Schulden und einem Vermögen von ungefähr Null.

1. Szenario

Die Alemannia (welche Personen das auch immer sind) schafft es, die Bedingung der Investoren zu erfüllen, die 2 Mio. € auszugleichen und einen Start in der neuen Saison bei Null Unterdeckung und dem zusätzlichen Geld der Investoren (1 Mio. € pro Saison) hinzulegen.
Die Chancen für einen Aufstieg in Liga 3 sind dann sicherlich gegeben (sofern auch die Stadt Aachen, das Finanzamt usw. die entsprechenden Bedingungen erfüllen).

2. Szenario

Die Alemannia (welche Personen das auch immer sind) schafft es, die Bedingung der Investoren zu erfüllen, die 2 Mio. € auszugleichen und einen Start in der neuen Saison bei Null Unterdeckung hinzulegen.
Ein Aufstieg mit einer Mio. € weniger gegenüber Szenario 1 ist dann eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, wie die Saison unter Schubert / Plaßhenrich (in der Vor-Klitzpera-Ära) gezeigt hat.
Hier besteht aber bei sauberem Wirtschaften die Chance, jährlich Überschüsse zu erzielen und vielleicht in 2 oder 3 Jahren das gewonnene Geld in die Mannschaft zu stecken und eventuell den Aufstieg zu schaffen.

3. Szenario

Die Alemannia schafft es nicht, zusätzliches Geld zu generieren. Die nächste Insolvenz wird dann spätestens im 2. Quartal Realität werden.
Sollte der Verein das überleben, könnte auch wieder bei Null angefangen werden, wobei ich nicht weiß, in welcher Liga, und Szenario 2 könnte auch hier zum Tragen kommen.

4. Szenario

Wie Szenario 3, also Insolvenz der GmbH im 2. Quartal.
Ob der Verein das überlebt, hängt im Wesentlichen von dem Kölmel-Vertrag ab. Hier hat die Alemannia bekanntlich einen Deal zu Lasten der ihr noch alleine gehörenden GmbH abgeschlossen. Wenn es nach der 2. Insolvenz die GmbH nicht mehr geben sollte, dann kann der Verein seinen Teil dieser Vereinbarung nicht mehr erfüllen und hätte, wenn der Kölmel-Vertrag nichts anderes vorsieht, die Schulden wieder an der Backe. Das wäre dann wohl auch das Ende des Vereins.

5. Szenario

Die sog. Aachener Lösung mit Firmen bzw. Geldgebern aus der Region.


Ich wünsche mir persönlich das Eintreten von Szenario 2, halte es allerdings für sehr unwahrscheinlich, allerdings nicht ganz so unwahrscheinlich wie Szenario 5. Da ich auch nicht daran glaube, dass es gelingt, bis zum Saisonende schuldenfrei zu sein, glaube ich auch nicht an das Eintreten des Investors, es sei denn, er weicht seine Nebenbedingungen auf.

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Ein „strukturelles Defizit“ ist betriebswirtschaftlicher Unfug
Prof. Dr. Mönning, AN vom 28.09.2016
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