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  #781  
Alt 09.08.2017, 16:50
tivolino tivolino ist offline
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Wurde gestern nicht gesagt, dass mit der Stawag ein neuer Hauptsponsor gefunden wurde ? Auch wenn dieser nicht auf den Trikots steht ?

Ist damit denn der Sack zu und die 100% erreicht ?

Gruß
Georg
Wenn das so wäre, dann hätte Niering das bestimmt auch gesagt. Die Stawag ist ja schon länger im Boot und ihr Sponsoring sicherlich bereits mit eingerechnet. Da fehlt noch was.
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  #782  
Alt 09.08.2017, 17:38
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Zitat Blackthorne:
Schon toll, was Euphorie so ausmachen kann. TS ging in die letzte Saison mit einer Unterdeckung von ich glaube 400 T€, sagte, dass das normal sei und wurde dafür hier im Forum als der letzte Vollpfosten bezeichnet.
Jetzt gehen wir mit einer Deckung von 90 % in die neue Saison (ich wage schon garnicht, das Unterdeckung zu nennen) und es wird allgemein als sehr gut (oder auch gar nicht mal so schlecht) empfunden.

Ein interessante Beobachtung. Nüchtern betrachtet stehen wir im Moment ziemlich genau da, wo wir vergangene Saison um diese Zeit auch standen. Timo S. hatte eine "normale" zehnprozentige Etat-Unterdeckung und wollte sie im Saisonverlauf ausgleichen.
Nierings Etat ist zu 90 Prozent gedeckt - also zu zehn Prozent unterdeckt - und er will sie ebenfalls im Saisonverlauf ausgleichen.

Nur die öffentliche Wahrnehmung ist offenbar eine ganze andere...

Wobei man allerdings auch sagen muss, dass Nierings Chancen, das Ziel zu erreichen, deutlich größer sind, weil er mit einem deutlich niedrigeren und realistischerem Zuschauerschnitt kalkuliert hat. Bei Timos 6500er-Schnitt war nicht mehr viel Luft nach oben, während Nierings 4800er-Schnitt noch Spielraum bietet. Zudem kann ja doch noch ein Hauptsponsor kommen, der bei Timos Einnahmen schon eingeplant war.

Zitat Achim F.:
Bei einem geplanten Etat von 2,7 Millionen € sind das immerhin 270.000€ die fehlen. Beruhigend ist das nicht.
Sollte es uns noch gelingen einen Hauptsponsor zu gewinnen, können wir wohl nicht davon ausgehen, dass da eine Summe gezahlt wird die ausreichend für die Etatlücke ist.
Bei einem seiner ersten Auftritte sprach Dr. Niering noch von einem Etat von 2,5 Millionen. Wäre es dabei geblieben, wäre der Etat fast gedeckt. So muss man sich tatsächlich wieder ernsthaft Sorgen machen.

Solange Niering da ist, mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Der Mann ist in der Lage, Eskimos Kühlschränke und Beduinen Sonnenbänke zu verkaufen. Und er wird es vermutlich auch schaffen, den Gläubiger einen Etat mit Unterdeckung als positive Fortführungsprognose schmackhaft zu machen...

Ich als Laie hätte es kaum für möglich gehalten, dass der Insolvenzverwalter sich nächste Woche vor die Gläubiger stellen und ihnen mitteilen wird, dass sein Etat leider noch nicht gedeckt ist.
Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass er den Etat von 2,5 Millionen auf 2,7 Millionen aufstockt, ohne dass diese zusätzlichen Ausgaben gedeckt sind. Was bei Niering "permante Verfeinerung der Etatplanung" heißt, ist nüchtern betrachtet eine nicht gedeckte Ausgabenerhöhung mitten im Insolvenzverfahren.

Nebenbei sprach er gestern übrigens von "105 oder 108 Gläubigern", die Forderungen angemeldet haben. Da haben sich bei Timo wohl eine ganze Menge unbezahlter Rechnungen gestapelt. Leider wurde die Gesamtsumme der Forderungen nicht genannt. Kölmel ist laut Niering übrigens nicht dabei. Das erhärtet die Vermutung, dass er sein Darlehen von Ende 2015 nicht an die GmbH gegeben hat, sondern dass im Gegenzug für die Geldspritze der alte Kölmel-Vertrag mit dem e.V. still und heimlich zu Kölmels Gunsten verändert wurde, z.B. über eine Laufzeitverlängerung.

Zurück zu der Frage, ob man sich Sorgen machen muss. Wie gesagt: Bei Niering mache ich mir keine Sorgen. Der wird die Inso-Kiste schon irgendwie über die Bühne bringen. Aber wie geht es weiter, wenn der Mann sich Weihnachten verabschiedet? Wie es aussieht, wird er eine zwar entschuldete GmbH hinterlassen - aber auch einen extrem auf Kante genähten Etat mit einigen Unsicherheiten. Was passiert, wenn der sportliche Erfolg und mit ihm in der Rückrunde auch die Zuschauer und die erhofften zusätzlichen Sponsoren ausbleiben? Wie geht es weiter, wenn der neue GF am Saisonende verkünden muss, dass die erhoffte schwarze Null leider nicht erreicht, sondern gleich wieder ein Minus eingefahren wurde? Herr vom Hofe ist um seinen Job jedenfalls nicht zu beneiden. Er ist vor allem bei der Sponsorenakquise zum Erfolg verdammt. Anderenfalls drohen sehr bald schon die neuen alten Probleme.
Ist es nicht vermutlich bei jedem Regionalligisten so, dass man einen Etat auf die Beine stellt, man aber Gefahr läuft, durch ausbleibende Zuschauer den angepeilten Etat zu verfehlen?

Was genau wirfst Du Niering vor? Das man einen Etat aufstellt, wo Einnahmen und Ausgaben ungefähr gleich hoch sind? Glaubst Du ernsthaft, dass es irgendwo normale Regionalligisten gibt, deren Etat in dieser Hinsicht andes aussieht?
Wie soll man den ca 3 Monate vor einer Saison wissen, wie viele Sponsoren bleiben, kommen oder gehen?
Du redest heute schon von einem Scherbenhaufen, vor dem von Hofe am Ende der Saison steht. Das ist Stand heute genauso realistisch wie die Annahmeme, dass ab sofort 10.000 Zuschauer pro Spiel kommen, weil wir jedes Spiel gewinnen und vom Hofe ca 500.000,-€ Überschuss verkünden kann.
Beides ist reine Theorie.

Das Du Niering nicht magst, kein Ding, das entscheidet jeder für sich.

Aber vielleicht solltest Du mal erklären, unter welchen Voraussetzungen Du einen wasserdichten Etat aufgestellt hättest. Wären wir erstmal mit 7 Spielern in die Saison gestartet? Oder hätten wir wirklich nur 450,-€ Kräft verpflichtet? Ich bin gespannt
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a.tetzlaff (09.08.2017), Rolli Kucharski (10.08.2017)
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Alt 09.08.2017, 22:19
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Kann einer berichten, ob gestern beim Gespräch mit Niering irgendetwas Interessantes/Neues erzählt wurde?
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  #784  
Alt 09.08.2017, 22:53
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Wissquass Wissquass ist offline
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Zitat von Pandaman SchwarzGelb Beitrag anzeigen
Kann einer berichten, ob gestern beim Gespräch mit Niering irgendetwas Interessantes/Neues erzählt wurde?


schau mal in den Faden Fanszene, zZ #6, von der längste Fan
__________________
Da hat doch jetzt tatsächlich einer eine zusätzliche Flasche aufs Spielfeld geworfen..
(Werner Hansch)
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Pandaman SchwarzGelb (09.08.2017)
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Alt 10.08.2017, 02:22
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Zitat Blackthorne:
Schon toll, was Euphorie so ausmachen kann. TS ging in die letzte Saison mit einer Unterdeckung von ich glaube 400 T€, sagte, dass das normal sei und wurde dafür hier im Forum als der letzte Vollpfosten bezeichnet.
Jetzt gehen wir mit einer Deckung von 90 % in die neue Saison (ich wage schon garnicht, das Unterdeckung zu nennen) und es wird allgemein als sehr gut (oder auch gar nicht mal so schlecht) empfunden.

Ein interessante Beobachtung. Nüchtern betrachtet stehen wir im Moment ziemlich genau da, wo wir vergangene Saison um diese Zeit auch standen. Timo S. hatte eine "normale" zehnprozentige Etat-Unterdeckung und wollte sie im Saisonverlauf ausgleichen.
Nierings Etat ist zu 90 Prozent gedeckt - also zu zehn Prozent unterdeckt - und er will sie ebenfalls im Saisonverlauf ausgleichen.

Nur die öffentliche Wahrnehmung ist offenbar eine ganze andere...

Wobei man allerdings auch sagen muss, dass Nierings Chancen, das Ziel zu erreichen, deutlich größer sind, weil er mit einem deutlich niedrigeren und realistischerem Zuschauerschnitt kalkuliert hat. Bei Timos 6500er-Schnitt war nicht mehr viel Luft nach oben, während Nierings 4800er-Schnitt noch Spielraum bietet. Zudem kann ja doch noch ein Hauptsponsor kommen, der bei Timos Einnahmen schon eingeplant war.

Zitat Achim F.:
Bei einem geplanten Etat von 2,7 Millionen € sind das immerhin 270.000€ die fehlen. Beruhigend ist das nicht.
Sollte es uns noch gelingen einen Hauptsponsor zu gewinnen, können wir wohl nicht davon ausgehen, dass da eine Summe gezahlt wird die ausreichend für die Etatlücke ist.
Bei einem seiner ersten Auftritte sprach Dr. Niering noch von einem Etat von 2,5 Millionen. Wäre es dabei geblieben, wäre der Etat fast gedeckt. So muss man sich tatsächlich wieder ernsthaft Sorgen machen.

Solange Niering da ist, mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Der Mann ist in der Lage, Eskimos Kühlschränke und Beduinen Sonnenbänke zu verkaufen. Und er wird es vermutlich auch schaffen, den Gläubiger einen Etat mit Unterdeckung als positive Fortführungsprognose schmackhaft zu machen...

Ich als Laie hätte es kaum für möglich gehalten, dass der Insolvenzverwalter sich nächste Woche vor die Gläubiger stellen und ihnen mitteilen wird, dass sein Etat leider noch nicht gedeckt ist.
Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass er den Etat von 2,5 Millionen auf 2,7 Millionen aufstockt, ohne dass diese zusätzlichen Ausgaben gedeckt sind. Was bei Niering "permante Verfeinerung der Etatplanung" heißt, ist nüchtern betrachtet eine nicht gedeckte Ausgabenerhöhung mitten im Insolvenzverfahren.
Nebenbei sprach er gestern übrigens von "105 oder 108 Gläubigern", die Forderungen angemeldet haben. Da haben sich bei Timo wohl eine ganze Menge unbezahlter Rechnungen gestapelt. Leider wurde die Gesamtsumme der Forderungen nicht genannt. Kölmel ist laut Niering übrigens nicht dabei. Das erhärtet die Vermutung, dass er sein Darlehen von Ende 2015 nicht an die GmbH gegeben hat, sondern dass im Gegenzug für die Geldspritze der alte Kölmel-Vertrag mit dem e.V. still und heimlich zu Kölmels Gunsten verändert wurde, z.B. über eine Laufzeitverlängerung.

Zurück zu der Frage, ob man sich Sorgen machen muss. Wie gesagt: Bei Niering mache ich mir keine Sorgen. Der wird die Inso-Kiste schon irgendwie über die Bühne bringen. Aber wie geht es weiter, wenn der Mann sich Weihnachten verabschiedet? Wie es aussieht, wird er eine zwar entschuldete GmbH hinterlassen - aber auch einen extrem auf Kante genähten Etat mit einigen Unsicherheiten. Was passiert, wenn der sportliche Erfolg und mit ihm in der Rückrunde auch die Zuschauer und die erhofften zusätzlichen Sponsoren ausbleiben? Wie geht es weiter, wenn der neue GF am Saisonende verkünden muss, dass die erhoffte schwarze Null leider nicht erreicht, sondern gleich wieder ein Minus eingefahren wurde? Herr vom Hofe ist um seinen Job jedenfalls nicht zu beneiden. Er ist vor allem bei der Sponsorenakquise zum Erfolg verdammt. Anderenfalls drohen sehr bald schon die neuen alten Probleme.
Es ist anscheinend ein äußerst schwieriges Unterfangen, einerseits glaubhaft eine gesicherte Zukunft des Traditionsvereins prophezeien zu wollen und andererseits, mindestens genauso überzeugend, an die Spendenbereitschaft wohlwollender Gönner und an die Motivation erwartungsfroher Sponsoren zu appellieren.

Keinen Trikot-Sponsor präsentieren zu können, ist ein Super-GAU

Die Stadtwerke Aachen sind als „Hauptsponsor“ nachgerückt, verzichten allerdings darauf, auf dem Trikot entsprechend in Erscheinung zu treten. Das ist insoweit nachvollziehbar, würde es doch auch daran erinnern, dass wieder einmal zusätzliche Steuergelder fließen. Auf diese Art und Weise erspart sich der Rat der Stadt öffentlichkeitswirksame Diskussionen um die Verwendung derselben. Vor wenigen Tagen noch erheiterte sich hier im Forum ein Diskussionsteilnehmer an dem formulierten Gedanken, die Stadt hielte im Hintergrund weiterhin die Fäden in der Hand. - Der kommende Geschäftsführer von Rot-Weiss-Essen weiß übrigens auch, wie sich das anfühlt, keinen Trikotsponsor finden zu können, RWE überließ die Trikotwerbung zwischenzeitlich einer Brauerei gänzlich kostenfrei.

Nicht nur eine Frage des Stils

Ich möchte dem Insolvenzverwalter nicht zu nahe treten, aber die Art und Weise, mit der er erfolgreiche Aachener Unternehmer, bei denen er selbst anscheinend wiederholt erfolglos aufgelaufen ist, öffentlich anprangert, ist „völlig daneben“ und gänzlich inakzeptabel. Er selbst wird in Kürze wieder das Weite suchen, der Klub hingegen auf Jahrzehnte hinaus noch auf das Wohlwollen ortsansässiger Unternehmen und deren Umfeld angewiesen sein. Es verbietet sich aus einer Vielzahl von Gründen, eine Vereinspolitik „der verbrannten Erde“ betreiben zu wollen, und es erscheint zudem völlig stillos.

Everybody’s Darling

Sein Bemühen, bestimmte Fangruppen wieder ins Boot zu holen, sind durchaus nachvollziehbar, die konkrete Art von Zugeständnissen und Aussagen aber mehr als fragwürdig. Geworfene Bierflaschen gutzuheißen ist völlig abwegig, sich im Umkehrschluss gegebenenfalls nur von denen abgrenzen zu wollen, die auch tatsächlich jemanden treffen und verletzen, zeigt, dass er jedem, wann immer es ihm gelegen scheint, „nach dem Munde redet“. Wenn all' das, was hier so protokolliert wurde, tatsächlich so gesagt wurde, kann man ihm nur raten, „bitte nicht auf der eigenen Schleimspur auszurutschen“. Ich kann mich nur auf die veröffentlichte Zusammenfassung beziehen, möchte von daher nicht weiter ins Detail gehen. Diese Zusammenfassung erscheint allerdings ausreichend genau, um gewisse Widersprüche zu erkennen.

Eklatante Widersprüche innerhalb des Zeitungsinterviews

Innerhalb des Interviews in den Aachener Nachrichten treten Widersprüche noch deutlicher zutage. Obwohl er in (s)einer für ihn typischen Art und Weise einräumt, dass die Stadt die enorm hohen Stadionkosten auch heute schon zum weitaus größten Teil trägt, erdreistet er sich gleichzeitig davon zu schwafeln, dass sich „vielleicht im Dialog (...) Mittel und Wege für eine beiderseits bessere Lösung finden könnten.“

Während er wie selbstverständlich von den in Rede stehenden Unterstützern von Team-2 erwartet, dass diese ihr finanzielles Engagement nunmehr bei Team-1 abliefern: „Es geht doch nicht um Posten, sondern um die Unterstützung der Alemannia“, widerspricht er sich bereits einen Satz später hinsichtlich der Frage, ob Sponsoren ihr Engagement an Kandidaten geknüpft haben, die später in den Gremien sitzen werden?

Niering: „Natürlich gibt es im Bereich des Sports immer auch eine Vertrauensbeziehung zwischen Sponsor und Gremien. Schließlich arbeiten die Gremien ja mit dem Geld der Sponsoren, dies setzt Vertrauen in die Gremien voraus.“

Wer schreibt, der bleibt

Dass die Fanvertreter gänzlich freiwillig, - laut Dr. Christoph Niering, - von sich aus angeboten haben, „zukünftig auf verbale oder körperliche Gewalt und fremdenfeindliche Sprüche gänzlich zu verzichten“, konnte ich lediglich dem Zeitungsinterview entnehmen. Sollte sich dieses Versprechen tatsächlich bewahrheiten, würden wahrscheinlich ausnahmslos alle Anhänger des Klubs spürbar aufatmen und darüberhinaus, zumindest einige, selbst noch auf die Frage verzichten, warum das nicht auch schon früher möglich war?

PS:
Quellangaben
Aachener Nachrichten vom 9. August 2017 - Niering und die „Riege der Abwartenden“

FAZIT: NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK
https://www.facebook.com/BlackEagles...type=3&theater
.
__________________
„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Joachim Ringelnatz
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  #786  
Alt 10.08.2017, 12:17
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Zitat von tjangoxxl Beitrag anzeigen
Ist es nicht vermutlich bei jedem Regionalligisten so, dass man einen Etat auf die Beine stellt, man aber Gefahr läuft, durch ausbleibende Zuschauer den angepeilten Etat zu verfehlen?

Was genau wirfst Du Niering vor? Das man einen Etat aufstellt, wo Einnahmen und Ausgaben ungefähr gleich hoch sind? Glaubst Du ernsthaft, dass es irgendwo normale Regionalligisten gibt, deren Etat in dieser Hinsicht andes aussieht?
Wie soll man den ca 3 Monate vor einer Saison wissen, wie viele Sponsoren bleiben, kommen oder gehen?
Du redest heute schon von einem Scherbenhaufen, vor dem von Hofe am Ende der Saison steht. Das ist Stand heute genauso realistisch wie die Annahmeme, dass ab sofort 10.000 Zuschauer pro Spiel kommen, weil wir jedes Spiel gewinnen und vom Hofe ca 500.000,-€ Überschuss verkünden kann.
Beides ist reine Theorie.

Das Du Niering nicht magst, kein Ding, das entscheidet jeder für sich.

Aber vielleicht solltest Du mal erklären, unter welchen Voraussetzungen Du einen wasserdichten Etat aufgestellt hättest. Wären wir erstmal mit 7 Spielern in die Saison gestartet? Oder hätten wir wirklich nur 450,-€ Kräft verpflichtet? Ich bin gespannt
Es geht mir gar nicht darum, Herrn Niering irgendwelche Vorwürfe zu machen. Der Mann kann ja auch nix dafür, dass die Sponsoren bisher leider nicht so angesprungen sind, wie er selbst und wir alle uns das erhofft haben. Der einzige kleine Vorwurf, den man ihm vielleicht machen könnte, ist der, dass er sich auf der Ausgaben-/Kostenseite offensichtlich ein wenig verschätzt hat, so dass er die Ausgabenkalkulation nun nach oben "verfeinern" musste, ohne bisher eine Deckung dafür zu haben. Aber das wird sicher seine Gründe haben, die er bei seiner urspünglichen Kalkulation wohl noch nicht absehen konnte. Also Schwamm drüber.

Fernab von jeglichen Schuldzuweisungen (von "Scherbenhaufen" etc. habe ich nichts geschrieben) bereitet mir einfach der Status quo auf dem Weg der Sanierung und Konsolidierung gewisse Sorgen. Niering selbst sagt ja auch, dass er nicht so weit ist, wie erhofft, dass vieles viel zähflüssiger und mühseliger läuft, als er sich das selber vorgestellt hat etc..

Also halten wir uns an die Fakten: Fakt ist, dass wir fünf Tage vor dem Start in die heiße Insolvenzphase einen nicht gedeckten Etat haben. Trotz intensivstem Bemühen um Sponsoren (Niering: "Klinkenputzen ohne Ende") und trotz eines harten Sparkurses mit Mitarbeiterkündigungen und allem Drum und Dran geben wir "Stand heute" über die gesamte Saisonplanung betrachtet mehr aus als wir einnehmen. "Stand heute" arbeiten wir immer noch oder schon wieder defizitär, und das mitten im Inso-Verfahren. Das finde ich durchaus besorgniserregend.

Ich habe ja auch geschrieben, dass Niering bei der Zuschauerkalkulation anders als früher erfreulicherweise realistisch bis konservativ gerechnet hat und dass sich beim Brustsponsor noch etwas tun könnte. Zum Glück ist da noch Luft nach oben. Trotzdem läuft uns die Zeit ein bisschen weg. Je länger die Saison läuft, um so geringer wird die Chance, noch dicke Sponsoren zu finden. Und ein Brustsponsor, der erst zur Rückrunde einsteigt, zahlt auch nicht soviel wie einer, der einen Ganzjahresvertrag abschließt.

Wenn du trotzdem schreibst, dass im Etat "Einnahmen und Ausgaben ungefähr gleich hoch sind", dann hast du den Ernst der Lage vielleicht nicht erkannt. Bei "gut 90 Prozent von 2,7 Millionen" fehlen noch etwa 250.000 Euro. Und das ist ein ganz dickes Brett - nach den von Niering selbst genannten Zahlen nämlich ungefähr der Betrag von zwei (!) guten Regionalliga-Brustsponsor-Verträgen.

Was ich nun von Niering erwarte ist, dass er das Insolvenzverfahren nicht nur "formal" erfolgreich zum Abschluss bringt, was ihm sicher gelingen dürfte - sondern dass er die Etatlücke bis zu seinem Abschied irgendwie füllt, sei es durch Mehreinnahmen und/oder weitere Sparmaßnahmen. Auf dem Papier ist das ganz einfach: Er müsste nur den Zuschauerschnitt auf ca. 6500 hochsetzen, und das Loch wäre theoretisch weg. Klappt aber naürlich nur, wenn es sportlich sehr gut läuft und die Zahl auch wirklich "in echt" erreicht wird.

Aber eines sage ich auch ganz klar: Wenn Niering hier in ein paar Monaten nach erfolgreich abgeschlossenem Verfahren Abschied nimmt, dem neuen Geschäftsführer aber gleichzeitig eine Deckungslücke von 100.000 oder 200.000 Euro hinterlässt, dann hätte er als Insolvenzverwalter einen schlechten Job gemacht. Ich bin zuversichtlich, dass es nicht so weit kommen wird. Aber es wäre schlimm, wenn vom Hofe im Februar oder März noch irgendwie auf die Schnelle größere Summe auftreiben müsste, um die Finanzierung der laufenden Saison zu sichern und ein neuerliches Defizit zu vermeiden.

Die schwarze Null am Ende dieser und auch der nächsten Saison ist ein ganz entscheidender Punkt für die weitere Entwicklung. Schaffen wir das, erhöhen sich die Chancen, dass die potenziellen Sponsoren wieder Vertrauen in die Alemannia gewinnen, dass sie mehr zahlen und dass wir mehr in die Mannschaft investieren können. Werden am Ende dieser Saison jedoch gleich wieder neue rote Zahlen vermeldet, wäre das ein verheerendes Signal und der von uns alle herbeigesehnte Neuanfang eine Totgeburt.

Ob es uns nun gefällt oder nicht: Nach heutigem Stand sind wir von der schwarzen Null noch ein gutes Stück entfernt, konkrete Aussicht auf einen Brustsponsor gibt laut Niering momentan nicht, und ob wir den angepeilten Zuschauerschnitt auf Dauer nennenswert übertrumpfen können, steht auch noch in den Sternen. Optimal ist anders.
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Kai (10.08.2017)
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Alt 10.08.2017, 12:28
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Aber es wäre schlimm, wenn vom Hofe im Februar oder März noch irgendwie auf die Schnelle größere Summe auftreiben müsste, um die Finanzierung der laufenden Saison zu sichern und ein neuerliches Defizit zu vermeiden
Da die GmbH über keinerlei Eigenkapital verfügt, könnte er auch gleich die dann 3. Insolvenz anmelden.

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Ein „strukturelles Defizit“ ist betriebswirtschaftlicher Unfug
Prof. Dr. Mönning, AN vom 28.09.2016
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Alt 10.08.2017, 13:12
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Thai-Man (10.08.2017)
  #789  
Alt 10.08.2017, 14:48
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Da die GmbH über keinerlei Eigenkapital verfügt, könnte er auch gleich die dann 3. Insolvenz anmelden.


In der Zusammenfassung der Black eagles steht nierings Aussage drin er könne für fehlkalkulationen des Etats etc. Haftbar gemacht werden. Inwiefern ist das denn richtig?
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  #790  
Alt 11.08.2017, 01:54
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Darf man eigentlich nur einen Trikotsponsor haben oder könnte man die Brustfläche auch mit 2, 3 oder 4 kleineren Firmenlogos füllen?
Vielleicht würde man damit Unternehmen erreichen, denen die große Fläche zu teuer ist und insgesamt trotzdem die gewünschten Einnahmen generieren.
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Alt 11.08.2017, 02:40
Franz Wirtz Franz Wirtz ist offline
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Es geht mir gar nicht darum, Herrn Niering irgendwelche Vorwürfe zu machen. Der Mann kann ja auch nix dafür, dass die Sponsoren bisher leider nicht so angesprungen sind, wie er selbst und wir alle uns das erhofft haben. Der einzige kleine Vorwurf, den man ihm vielleicht machen könnte, ist der, dass er sich auf der Ausgaben-/Kostenseite offensichtlich ein wenig verschätzt hat, so dass er die Ausgabenkalkulation nun nach oben "verfeinern" musste, ohne bisher eine Deckung dafür zu haben. Aber das wird sicher seine Gründe haben, die er bei seiner urspünglichen Kalkulation wohl noch nicht absehen konnte. Also Schwamm drüber. (...)
Für ein vorrangig von Mitgefühl geprägtes „also Schwamm d'rüber“, erkenne ich keinerlei Notwendigkeit. Dr. Christoph Niering ist ein erfahrener Insolvenzverwalter, weiß entsprechend genau, was von ihm erwartet wird und hat erst jüngst noch auf dem Fantreffen, im Falle eines Etatdefizits, auf seine Haftung mit Privatvermögen hingewiesen:

„Auch aus diesem Grund können Sie sicher sein, dass ich alle Energien in dieses Thema bis zur Zielfindung setzen werde.“

Wie wir wohl richtig vermuten, ist eine seiner wichtigsten Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben in ein vertretbares Gleichgewicht zu bringen. Anders ausgedrückt, die Hürde, die er einnahmeseitig überspringen muss, legt er sich ausgabeseitig höchstpersönlich selbst auf. Eine auffallende Knauserigkeit bei den Spielereinkäufen konnte ich bislang nicht feststellen. Entsprechend unwahrscheinlich erscheint mir, dass die Einnahmeseite tatsächlich nennenswert gefährdet sein sollte. Ohne dies belegen zu können, würde zumindest ich mich wundern, wenn Team-1 nicht auch noch ein „Überraschungspaket“ zu präsentieren wüsste.

Wem das zu spekulativ erscheint, sollte sich der Machtfülle des Insolvenzverwalters erinnern. Wie „rücksichtsvoll“ er sich dieser bedient, konnte ein jeder hinsichtlich seiner ausschließlichen Fixierung auf Team-1 verfolgen. Sein jetzt angekündigter Abgang bedeutet die Übergabe der Geschäftsführung an den neuen Geschäftsführer, der erwartungsgemäß von Team-1 begleitet werden wird. Die erstaunliche Gradlinigkeit des Zustandekommens von Team-1 und die Fixierung von Christoph Niering auf diese Mannschaft lassen meines Erachtens einen verbindenden Hintergrund erahnen. Team-1 hatte sich, als sogenanntes „Kompetenzteam“, praktisch selbst aus der Taufe erhoben.


PS:
Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht
Zugegebenermaßen war ich nicht sonderlich überrascht als ich den Namen Carsten Laschet, als Beisitzer innerhalb der Präsidiumskandidaten, zum ersten Mal registriert habe. Bereits bei der mehr oder weniger überraschenden Wahl des prominenten Bruders zum NRW-Ministerpräsidenten ging mir der Gedanke durch den Kopf, dies könne die ein oder andere Begehrlichkeit wecken. Aktuell entdecke ich auf der Alemannia-Homepage einen, jedenfalls für mich neuen Mitarbeiter, Julius Laschet. - Diesbezüglich möchte man anscheinend wirklich nichts anbrennen lassen.
.
__________________
„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Joachim Ringelnatz

Geändert von Franz Wirtz (11.08.2017 um 04:00 Uhr) Grund: Überprüfung
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tivolino (11.08.2017)
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