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  #3341  
Alt 21.10.2017, 07:07
Benutzerbild von Heinsberger LandEi
Heinsberger LandEi Heinsberger LandEi ist offline
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Zitat von Wissquass Beitrag anzeigen
Wenn ich die Statuten dieses Financial FairPlay der Uefa richtig verstehe, wäre ein Konstrukt wie zB Viltoria wernze paar Ebenen drunter nicht erlaubt. Seit vielen Jahren werden hier Mio pulverisiert, wohingegen die Einnahmen aus dem laufenden Spielbetrieb nicht mal für die Toiletten- Reinigung reichen würden.

Wenn das alles konsequent umgesetzt würde, sähe die Fußball Landschaft in Deutschland ganz anders aus.
Probleme bekommt zZ zB Wolfsburg,
gigantische Summen (30 Mio) für ne simple Trikotwerbung vertuschen die wahre Verwendung der VW Gelder ..
Nur was gilt dann als Einnahmen aus laufendem Spielbetrieb? Sponsoring nicht mehr, sondern nur noch Tickets?
Dann kauft Wernze halt ein paar hundert oder VW ein paar tausend extrateure Premium-Tickets und verschenkt die in der Belegschaft, an Geschäftspartner etc.

Im Grunde müssen diese Vereine die Einnahmen dann nur anders "verbuchen", die Ungerechtigkeit wird dadurch im Endeffekt sicherlich nicht beendet.
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  #3342  
Alt 21.10.2017, 09:31
Osttribühne Osttribühne ist offline
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Zitat von kannfürnix Beitrag anzeigen
Ich finde es wird viel zu wenig über dieses Thema diskutiert. Es wird bald mal Zeit, das man von "Geldgebern" mal was erfährt!
Wer ist im Gespräch?
Wen möchtet ihr gerne oder lieber nicht?
Wer hat was irgendwo gehört???
u.s.w.
Ich nehme an , du meinst, wir brauchen noch einige neue Geldgeber...wie Fuat das ja auch immer anklingen lässt...damit auch der Kader überhaupt gehalten werden kann !

Mit dem sportlichen Aufstieg der jungen super wilden sollte sich doch jetzt die verprellte Aachener Wirtschaft einen Ruck geben...diese Mannschft finanziell wenigstens etwas zu unterstützen....denn neue
Geldgeber sind wohl bis zur Winterpause bitter nötig.

am besten gleich in die Mannschaftskasse bei Fuat einzahlen.

Wir können u werden den Verein unterstüzen in dem wir hier u da eine Business Tageskarten kaufen ....wenn das noch regelmässig 300 Leute mehr machen würden käme garantiert ein weiterer stattlicher Betrag zusammen !
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  #3343  
Alt 04.11.2017, 21:31
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Oche_Alaaf_1958 Oche_Alaaf_1958 ist offline
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Zitat von Osttribühne Beitrag anzeigen
Ich nehme an , du meinst, wir brauchen noch einige neue Geldgeber...wie Fuat das ja auch immer anklingen lässt...damit auch der Kader überhaupt gehalten werden kann !

Mit dem sportlichen Aufstieg der jungen super wilden sollte sich doch jetzt die verprellte Aachener Wirtschaft einen Ruck geben...diese Mannschft finanziell wenigstens etwas zu unterstützen....denn neue
Geldgeber sind wohl bis zur Winterpause bitter nötig.

am besten gleich in die Mannschaftskasse bei Fuat einzahlen.

Wir können u werden den Verein unterstüzen in dem wir hier u da eine Business Tageskarten kaufen ....wenn das noch regelmässig 300 Leute mehr machen würden käme garantiert ein weiterer stattlicher Betrag zusammen !
Was machen eigentlich Vorstand und neue Gremien?

Da hörst du nichts von. Wann kommt der neue Hauptsponsor? Trikotwerbung, Vermarktung Stadionnamen, Akquise neuer Sponsoren????

Was machen die die ganze Zeit. Mehr als 8 Wochen sind vergangen. Und was ist passiert? Welche Ergebnisse?
__________________
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Michi Müller (05.11.2017)
  #3344  
Alt 05.11.2017, 04:01
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Aachener Alemanne Aachener Alemanne ist offline
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Zitat von Oche_Alaaf_1958 Beitrag anzeigen
Was machen eigentlich Vorstand und neue Gremien?

Da hörst du nichts von. Wann kommt der neue Hauptsponsor? Trikotwerbung, Vermarktung Stadionnamen, Akquise neuer Sponsoren????

Was machen die die ganze Zeit. Mehr als 8 Wochen sind vergangen. Und was ist passiert? Welche Ergebnisse?
Sorry, da muss ich dann doch mal kurz nochmal antworten.
Hauptsponsor kommt nicht vor Abschluss der Insolvenz, demnach auch keine Trikotwerbung obwohl Gronen das ja bis Saisonende übernehmen wollte bzw will. Da hakt es wohl noch. Zum Thema Akquise neuer Sposoren kann ich nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass sich die Logen allmählich füllen und unser neuer Sportdirektor einen richtig guten Job macht. Der ruft auch schonmal morgens um 8 an und fragt ob alles in Ordnung ist. Das ist KEIN Scherz!!!
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AcFrönd (05.11.2017), Michi Müller (05.11.2017), Rolli Kucharski (06.11.2017)
  #3345  
Alt 05.11.2017, 09:59
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a.tetzlaff a.tetzlaff ist offline
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Zitat von Aachener Alemanne Beitrag anzeigen
Sorry, da muss ich dann doch mal kurz nochmal antworten.
Hauptsponsor kommt nicht vor Abschluss der Insolvenz, demnach auch keine Trikotwerbung obwohl Gronen das ja bis Saisonende übernehmen wollte bzw will. Da hakt es wohl noch. Zum Thema Akquise neuer Sposoren kann ich nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass sich die Logen allmählich füllen und unser neuer Sportdirektor einen richtig guten Job macht. Der ruft auch schonmal morgens um 8 an und fragt ob alles in Ordnung ist. Das ist KEIN Scherz!!!
Du meinst sicher den Geschäftsführer, oder?

Falls es Erfolge bei der Sponsoren-Aquise gibt, sollte man es auch verkünden.

8 Wochen nach der JHV mit Wahl der Gremien und Einstellung eines neuen Geschäftsführers kann man schon mal Zwischenberichte erwarten.
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" Der Verein ist jetzt finanziell gut aufgestellt, dass ich ihn mit ruhigem Gewissen an meinen Nachfolger übergeben kann" F. Kraemer im Sommer 2012
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  #3346  
Alt 10.11.2017, 22:59
Modefan Modefan ist offline
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Die Stadt Kaiserslautern verkauft den Betzenberg an einen Investor. Dieser Investor steigt auch gleichzeitig beim FCK ein. Warum geht das in Aachen nicht ?
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  #3347  
Alt 11.11.2017, 01:30
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printenduevel printenduevel ist offline
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Zitat von Modefan Beitrag anzeigen
Die Stadt Kaiserslautern verkauft den Betzenberg an einen Investor. Dieser Investor steigt auch gleichzeitig beim FCK ein. Warum geht das in Aachen nicht ?

Laber nicht so einen Blödsinn und stelle etwas als Tatsache dar, was noch gar nicht Realität ist.

http://www.rp-online.de/sport/fussba...-aid-1.7194554
Aus dem Artikel: "...FCK-Vorstandschef Thomas Gries sagte: "Wir sind aber noch fernab von irgendwelchen Unterschriften." Voraussetzung für einen Einstieg des Investors sei, dass der FCK seine Profiabteilung ausgliedert. ..."

http://www.allgemeine-zeitung.de/pol...s_18308884.htm
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Quelle: ???
Ich bliev dich treu, ming Alemannia - ejal wat och könt, woe och ömmer vür stönt:
Vür weäde niemols ongerjoe!
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Kai (11.11.2017), ZappelPhilipp (11.11.2017)
  #3348  
Alt 11.11.2017, 13:25
tjangoxxl tjangoxxl ist offline
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Zitat von Modefan Beitrag anzeigen
Die Stadt Kaiserslautern verkauft den Betzenberg an einen Investor. Dieser Investor steigt auch gleichzeitig beim FCK ein. Warum geht das in Aachen nicht ?
Weil hier ein Teil der Fans lieber in die Mittelrheinliga geht, als den Realitäten ins Auge zu sehen.

Ohne Investor, oder Supersponsor können wir lediglich darauf hoffen, dass wir mit einer Mannschaft mal eine echt Überraschung schaffen, die nur halb so teuer, wie die Spitzenmannschaften ist
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Rodannia (12.11.2017)
  #3349  
Alt 11.11.2017, 14:08
chris2010 chris2010 ist offline
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Zitat von tjangoxxl Beitrag anzeigen
Weil hier ein Teil der Fans lieber in die Mittelrheinliga geht, als den Realitäten ins Auge zu sehen.

Ohne Investor, oder Supersponsor können wir lediglich darauf hoffen, dass wir mit einer Mannschaft mal eine echt Überraschung schaffen, die nur halb so teuer, wie die Spitzenmannschaften ist
Du tust so, als ob das Investment einer Firma oder eines Sponsors von den Zuschauern abhinge, absurd. Klar sind einfache Antworten auf Fragen immer schön, aber leider nicht immer richtig.
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  #3350  
Alt 13.11.2017, 10:31
tivolino tivolino ist offline
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Zitat von tjangoxxl Beitrag anzeigen
Weil hier ein Teil der Fans lieber in die Mittelrheinliga geht, als den Realitäten ins Auge zu sehen.

Ohne Investor, oder Supersponsor können wir lediglich darauf hoffen, dass wir mit einer Mannschaft mal eine echt Überraschung schaffen, die nur halb so teuer, wie die Spitzenmannschaften ist
Deine "Realität", dass wir nur mit einem Investor oder einem Supersponsor wieder nach oben kommen können, ist allerdings ebenfalls ziemlich irreal, weil weder ein Investor noch ein Supersponsor in Sicht ist. Und wenn mal jemand von Ferne mit viel Geld winkt, geht's alemanniatypisch wegen Terminfindungsschwierigkeiten und persönlichen Eitelkeiten in die Hose...

Aber es gibt zum Glück eine realistische Alternative zum Investor oder Supersponsor - und die lautet: Durch solides Wirtschaften, seriöses Auftreten, überzeugende Konzepte und neue Ideen nach und nach soviel Vertrauen aufbauen, dass nicht ein Supersponsor, sondern viele kleine und mittlere Sponsoren zur Alemanna finden oder zurückfinden.

Die Einschätzung, dass wir bei der Sponsorenakquise bereits das Ende der Fahnenstange erreicht haben, teile ich nicht. Wenn ich zum Beispiel höre, dass Rot-Weiß Essen auch ohne Investor oder Supersponsor mit ca. 3,4 Millionen Euro zurzeit etwa doppelt so viel Sponsorengeld reinholt wie wir, dann denke ich, dass da bei uns noch viel Luft nach oben ist. Gut, dass wir jetzt Martin vom Hofe haben, der sehr genau weiß, wie die Essener das anstellen...

Dass wir zu Infront-Zeiten immerhin rund 2,3 Millionen Euro an Sponsorengelder einfahren konnten, zeigt ebenfalls, dass mehr drin ist als jetzt, wenn sich Profis um das Thema kümmern.

Das Ziel muss also lauten, die ganzen Nebenkosten weiterhin niedrig zu halten und so zu wirtschaften, dass jeder zusätzliche Sponsoren-Euro tatsächlich direkt in den Etat der 1. Mannschaft fließen kann. Wichtig für den Erfolg ist dabei, dass wir zeitnah aus der Insolvenz rauskommen und dass schon zur nächsten Saison ein erster spürbarer Einnahmeschub realisiert werden kann.

Schwer zu sagen, wie viel Geld Kilic braucht, um den vielversprechend eingeleiteten Neuaufbau fortzusetzen. Aber ich schätze mal ganz grob, dass er mit einer Etaterhöhung um 300.000 oder 400.000 Euro fürs Erste schon einiges machen könnte. Wenn es also gelingt, die jetzigen Sponsoren weitgehend bei der Stange zu halten und noch einige neue dazuzuholen, so dass die Sponsoreneinnahmen von jetzt 1,7 auf gut zwei Millionen Euro aufgestockt werden können, wäre die Perspektive doch gar nicht so übel.

Optimistisch stimmt mich dabei, dass die Trikotbrust noch frei ist. Wenn man da zeitnah jemanden findet (und da ist dem Vernehmen durchaus was im Gange), wäre man schon einen guten Schritt weiter. Vielleicht wird ja auch noch was aus Delheids Geschichte mit der Vermarktung des Stadionnamens. Auch könnte man neben dem klassischen Sponsoring mal über andere Wege nachdenken - beispielsweise eine Sonderabgabe oder eine Beitragserhöhung für die inaktiven Mitglieder. Andere Vereine haben so was schon gemacht. Auch das könnte einen sechsstelligen Zusatzbetrag bringen.

Diese sicherlich mühsamen, aber nachhaltigen Eichhörnchen-Methoden sind mir jedenfalls tausendmal lieber als auf Supersponsor-Typen wie Uerdingens Ponomarev oder Viktorias Wernze zu warten. Ich verstehe durchaus, dass manche neidvoll dorthin blicken. Aber warten wir mal ein paar Jährchen ab. Was passiert in Uerdingen, wenn der Russe plötzlich die Lust verliert? Und hätte die Viktoria ohne Wernze bei deren 800 Zuschauern überhaupt eine Überlebenschance? Ich halte es jedenfalls für brandgefährlich, sich von einem oder wenigen Großsponsoren abhängig zu machen. Wir sollten lieber den Weg der kleinen Schritte beschreiten und das Heft dafür aber auf Dauer selber in der Hand behalten.
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Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten...(GG Art. 5;1)
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Aachener Alemanne (14.11.2017), AcFrönd (16.11.2017), heijo (Gestern), hodgepodge (13.11.2017), Kosh (14.11.2017), Öcher Wellenbrecher (13.11.2017), Rolli Kucharski (13.11.2017)
  #3351  
Alt 13.11.2017, 15:27
Kai Kai ist gerade online
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Es ist zwar sehr wichtig, seriös zu wirtschaften, da dies bei den Sponsoren gut ankommt! Aber ein seriös wirtschaftender Verein (z.B. RW Essen, die kaum Schulden haben, laut Reviersport, oder RW Oberhausen) hat NIE eine ernsthafte Chance gegen einen Verein, der einen finanzkräftigen Sponsor hat (KFC Uerdingen, Viktoria Köln). Wenn Alemannia also seriös wirtschaftet, dann können sie länger in der RL West überleben, das stimmt! ABER gegen die als "Geldsäcke" bezeichneten Vereine wird sie kaum eine ernsthafte Chance im Kampf um den Aufstieg haben! Es ist auch im Fussball so: Geld schießt doch Tore, und gewinnt auch Meisterschaften. Warum wird Bayern so gut wie immer Meister, und warum stehen Uerdingen und Viktoria Köln oben??? Meine Meinung ist ganz klar: ohne Investor wird allenfalls ein (oberer) Mittefeldplatz möglich sein, leider nicht mehr!
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Captain_Kirk (13.11.2017), Go (13.11.2017), Oche_Alaaf_1958 (13.11.2017)
  #3352  
Alt 13.11.2017, 15:50
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Captain_Kirk Captain_Kirk ist offline
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Zitat von Kai Beitrag anzeigen
Es ist zwar sehr wichtig, seriös zu wirtschaften, da dies bei den Sponsoren gut ankommt! Aber ein seriös wirtschaftender Verein (z.B. RW Essen, die kaum Schulden haben, laut Reviersport, oder RW Oberhausen) hat NIE eine ernsthafte Chance gegen einen Verein, der einen finanzkräftigen Sponsor hat (KFC Uerdingen, Viktoria Köln). Wenn Alemannia also seriös wirtschaftet, dann können sie länger in der RL West überleben, das stimmt! ABER gegen die als "Geldsäcke" bezeichneten Vereine wird sie kaum eine ernsthafte Chance im Kampf um den Aufstieg haben! Es ist auch im Fussball so: Geld schießt doch Tore, und gewinnt auch Meisterschaften. Warum wird Bayern so gut wie immer Meister, und warum stehen Uerdingen und Viktoria Köln oben??? Meine Meinung ist ganz klar: ohne Investor wird allenfalls ein (oberer) Mittefeldplatz möglich sein, leider nicht mehr!
Das mit dem seriös wirtschaften wird allein deshalb schon nicht reichen, weil in der RL kein Festgeldkonto in unerdenklicher Höhe zu erwirtschaften ist. Es ist aber ein Puffer notwendig, um sportlichen Misserfolg zu kompensieren, der sich unweigerlich einstellen kann. Von weiteren 10 Jahren RL mit seriöser Wirtschafterei kann immer mal ein Jahr dabei sein, wo man kurz vor dem Abstieg in die Mittelrheinliga stünde. Dann gilt der alte Meijer-Satz: "Nichts ist teurer als der Abstieg." Aktuell scheint die Gefahr nicht groß zu sein, doch man weiß nie, was für gepamperte Kaliber noch von unten hoch kommen, von oben runter oder aber innerhalb der Liga plötzlich wachgeküsst werden. Neben Rödinghausen kann man ruck zuck einen weiteren "Dorfverein" mit Großportemonnaie haben - und noch einen und noch einen. Das ist dann ein Verdrängungswettbewerb, den auch ein solide wirtschaftender Verein nicht lange überleben kann. Die Großsponsoren/Investorensuche sollte meiner Meinung nach also nicht ad acta gelegt werden.
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B. Trüger (14.11.2017), Go (13.11.2017), Kai (13.11.2017), Wissquass (13.11.2017)
  #3353  
Alt 13.11.2017, 19:10
Huckleberry Finn Huckleberry Finn ist offline
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Zitat von tivolino Beitrag anzeigen
Deine "Realität", dass wir nur mit einem Investor oder einem Supersponsor wieder nach oben kommen können, ist allerdings ebenfalls ziemlich irreal, weil weder ein Investor noch ein Supersponsor in Sicht ist. Und wenn mal jemand von Ferne mit viel Geld winkt, geht's alemanniatypisch wegen Terminfindungsschwierigkeiten und persönlichen Eitelkeiten in die Hose...

Aber es gibt zum Glück eine realistische Alternative zum Investor oder Supersponsor - und die lautet: Durch solides Wirtschaften, seriöses Auftreten, überzeugende Konzepte und neue Ideen nach und nach soviel Vertrauen aufbauen, dass nicht ein Supersponsor, sondern viele kleine und mittlere Sponsoren zur Alemanna finden oder zurückfinden.

Die Einschätzung, dass wir bei der Sponsorenakquise bereits das Ende der Fahnenstange erreicht haben, teile ich nicht. Wenn ich zum Beispiel höre, dass Rot-Weiß Essen auch ohne Investor oder Supersponsor mit ca. 3,4 Millionen Euro zurzeit etwa doppelt so viel Sponsorengeld reinholt wie wir, dann denke ich, dass da bei uns noch viel Luft nach oben ist. Gut, dass wir jetzt Martin vom Hofe haben, der sehr genau weiß, wie die Essener das anstellen...

Dass wir zu Infront-Zeiten immerhin rund 2,3 Millionen Euro an Sponsorengelder einfahren konnten, zeigt ebenfalls, dass mehr drin ist als jetzt, wenn sich Profis um das Thema kümmern.

Das Ziel muss also lauten, die ganzen Nebenkosten weiterhin niedrig zu halten und so zu wirtschaften, dass jeder zusätzliche Sponsoren-Euro tatsächlich direkt in den Etat der 1. Mannschaft fließen kann. Wichtig für den Erfolg ist dabei, dass wir zeitnah aus der Insolvenz rauskommen und dass schon zur nächsten Saison ein erster spürbarer Einnahmeschub realisiert werden kann.

Schwer zu sagen, wie viel Geld Kilic braucht, um den vielversprechend eingeleiteten Neuaufbau fortzusetzen. Aber ich schätze mal ganz grob, dass er mit einer Etaterhöhung um 300.000 oder 400.000 Euro fürs Erste schon einiges machen könnte. Wenn es also gelingt, die jetzigen Sponsoren weitgehend bei der Stange zu halten und noch einige neue dazuzuholen, so dass die Sponsoreneinnahmen von jetzt 1,7 auf gut zwei Millionen Euro aufgestockt werden können, wäre die Perspektive doch gar nicht so übel.

Optimistisch stimmt mich dabei, dass die Trikotbrust noch frei ist. Wenn man da zeitnah jemanden findet (und da ist dem Vernehmen durchaus was im Gange), wäre man schon einen guten Schritt weiter. Vielleicht wird ja auch noch was aus Delheids Geschichte mit der Vermarktung des Stadionnamens. Auch könnte man neben dem klassischen Sponsoring mal über andere Wege nachdenken - beispielsweise eine Sonderabgabe oder eine Beitragserhöhung für die inaktiven Mitglieder. Andere Vereine haben so was schon gemacht. Auch das könnte einen sechsstelligen Zusatzbetrag bringen.

Diese sicherlich mühsamen, aber nachhaltigen Eichhörnchen-Methoden sind mir jedenfalls tausendmal lieber als auf Supersponsor-Typen wie Uerdingens Ponomarev oder Viktorias Wernze zu warten. Ich verstehe durchaus, dass manche neidvoll dorthin blicken. Aber warten wir mal ein paar Jährchen ab. Was passiert in Uerdingen, wenn der Russe plötzlich die Lust verliert? Und hätte die Viktoria ohne Wernze bei deren 800 Zuschauern überhaupt eine Überlebenschance? Ich halte es jedenfalls für brandgefährlich, sich von einem oder wenigen Großsponsoren abhängig zu machen. Wir sollten lieber den Weg der kleinen Schritte beschreiten und das Heft dafür aber auf Dauer selber in der Hand behalten.
Wieder ein Beitrag der einzuordnen ist , in die Rubrik „bedeutende Denker des 21. Jahrhunderts . Oh Mann Tivolino . Es fehlte nur noch das Narrativ des „schlafenden Riesen „ .
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Einzelkind (16.11.2017)
  #3354  
Alt 13.11.2017, 20:37
Benutzerbild von a.tetzlaff
a.tetzlaff a.tetzlaff ist offline
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Zitat von Huckleberry Finn Beitrag anzeigen
Wieder ein Beitrag der einzuordnen ist , in die Rubrik „bedeutende Denker des 21. Jahrhunderts . Oh Mann Tivolino . Es fehlte nur noch das Narrativ des „schlafenden Riesen „ .
"bedeutender Denker des 20. Jahrhunderts" ist sehr pauschale Kritik und ausserdem noch rein persönlich .

Es wäre schön, wenn Du dich mal mit den einzelnen Thesen von tivolino auseinandersetzen könntest.
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" Der Verein ist jetzt finanziell gut aufgestellt, dass ich ihn mit ruhigem Gewissen an meinen Nachfolger übergeben kann" F. Kraemer im Sommer 2012
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  #3355  
Alt 13.11.2017, 22:02
tivolino tivolino ist offline
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Es ist zwar sehr wichtig, seriös zu wirtschaften, da dies bei den Sponsoren gut ankommt! Aber ein seriös wirtschaftender Verein (z.B. RW Essen, die kaum Schulden haben, laut Reviersport, oder RW Oberhausen) hat NIE eine ernsthafte Chance gegen einen Verein, der einen finanzkräftigen Sponsor hat (KFC Uerdingen, Viktoria Köln). Wenn Alemannia also seriös wirtschaftet, dann können sie länger in der RL West überleben, das stimmt! ABER gegen die als "Geldsäcke" bezeichneten Vereine wird sie kaum eine ernsthafte Chance im Kampf um den Aufstieg haben! Es ist auch im Fussball so: Geld schießt doch Tore, und gewinnt auch Meisterschaften. Warum wird Bayern so gut wie immer Meister, und warum stehen Uerdingen und Viktoria Köln oben??? Meine Meinung ist ganz klar: ohne Investor wird allenfalls ein (oberer) Mittefeldplatz möglich sein, leider nicht mehr!
Dass du in deiner Argumentation ausgerechnet die Bayern anführst, finde ich lustig. Denn gerade dieser Verein passt eigentlich genauso gut, nein viel besser in meine Argumentation als in deine. Zur Erinnerung: Der Klub stand Ende der Siebziger finanziell mit dem Rücken zur Wand. Der dann einsetzende wirtschaftliche Aufschwung war vor allem Uli Hoeness zu verdanken - der auf solides Wirtschaften, professionelles Marketing, gute Konzepte und clevere Sponsoren-Akquise gesetzt hat. Genau dadurch sind die Bayern reich geworden. Und eben nicht dadurch, dass sie sich an irgendwelche Großinvestoren oder Großsponsoren verkauft haben...

Und das machen sie im Prinzip bis zum heutigen Tage so. Okay, inzwischen haben sie mit Blick auf die Sperrminorität genau 24,99 Prozent (und kein Prozentpünktchen mehr!) ihrer Anteile verkauft - schön gleichmäßig verteilt zu jeweils 8,33 Prozent auf drei Geldgeber, die alle nix zu kamellen haben. Weil sie es wollten, nicht weil sie es mussten. Können wir gerne auch so machen, wenn die Kasse stimmt...

Und sie sind immer noch absolute Spitze. Zwischendurch haben die Werksklubs Leverkusen und Wolfsburg versucht, ihnen ans Bein zu pinkeln - mit sehr vergänglichem Erfolg. Und bislang trotzen die Müncher erfolgreich auch den Geldsäcken aus Hoffenheim und Leipzig - und das nach wie vor ohne Supersponsor und Großinvestor...

Was für uns im Moment Viktoria Köln und der KFC Uerdingen zu sein scheinen, sind für die Bayern PSG, Chelsea oder ManCity. Trotzdem machen die Münchner das Spiel mit den Wahnsinnsablösen, den Mega-Gehältern oder auch der Schuldenüberhäufung a la Barca und Real nicht mit. Die bleiben ihrer Linie treu und stellen sich sehr selbstbewusst der Herausforderung.

Die Bayern würden doch im Traum nicht auf die Idee kommen zu sagen: Damit wir mit PSG mithalten können, wir müssen uns jetzt unbedingt und ganz schnell mit Haut und Haaren auch an irgendeinen Wüstenscheich oder den erstbesten russischen Mulitmilliardär verkaufen. Genau so, wie die Bayern sich nicht vor Abramowitsch, Hopp, Mateschitz oder Scheich Nasser in die Hosen machen, sollten wir Alemannen nicht resignierend vor einem Wernze, einem Ponomarev oder irgendeinem ostwestfälischen Einbauküchen-Baron in die Knie gehen. Wir als Traditionsclub mit nach wie großer Fanbasis und starker regionaler Verwurzelung haben andere Waffen. Wenn wir sie scharfmachen, haben wir auch gegen die Geldsäcke eine realistische Chance.
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Dass du in deiner Argumentation ausgerechnet die Bayern anführst, finde ich lustig. Denn gerade dieser Verein passt eigentlich genauso gut, nein viel besser in meine Argumentation als in deine. Zur Erinnerung: Der Klub stand Ende der Siebziger finanziell mit dem Rücken zur Wand. Der dann einsetzende wirtschaftliche Aufschwung war vor allem Uli Hoeness zu verdanken - der auf solides Wirtschaften, professionelles Marketing, gute Konzepte und clevere Sponsoren-Akquise gesetzt hat. Genau dadurch sind die Bayern reich geworden. Und eben nicht dadurch, dass sie sich an irgendwelche Großinvestoren oder Großsponsoren verkauft haben...

Und das machen sie im Prinzip bis zum heutigen Tage so. Okay, inzwischen haben sie mit Blick auf die Sperrminorität genau 24,99 Prozent (und kein Prozentpünktchen mehr!) ihrer Anteile verkauft - schön gleichmäßig verteilt zu jeweils 8,33 Prozent auf drei Geldgeber, die alle nix zu kamellen haben. Weil sie es wollten, nicht weil sie es mussten. Können wir gerne auch so machen, wenn die Kasse stimmt...

Und sie sind immer noch absolute Spitze. Zwischendurch haben die Werksklubs Leverkusen und Wolfsburg versucht, ihnen ans Bein zu pinkeln - mit sehr vergänglichem Erfolg. Und bislang trotzen die Müncher erfolgreich auch den Geldsäcken aus Hoffenheim und Leipzig - und das nach wie vor ohne Supersponsor und Großinvestor...

Was für uns im Moment Viktoria Köln und der KFC Uerdingen zu sein scheinen, sind für die Bayern PSG, Chelsea oder ManCity. Trotzdem machen die Münchner das Spiel mit den Wahnsinnsablösen, den Mega-Gehältern oder auch der Schuldenüberhäufung a la Barca und Real nicht mit. Die bleiben ihrer Linie treu und stellen sich sehr selbstbewusst der Herausforderung.

Die Bayern würden doch im Traum nicht auf die Idee kommen zu sagen: Damit wir mit PSG mithalten können, wir müssen uns jetzt unbedingt und ganz schnell mit Haut und Haaren auch an irgendeinen Wüstenscheich oder den erstbesten russischen Mulitmilliardär verkaufen. Genau so, wie die Bayern sich nicht vor Abramowitsch, Hopp, Mateschitz oder Scheich Nasser in die Hosen machen, sollten wir Alemannen nicht resignierend vor einem Wernze, einem Ponomarev oder irgendeinem ostwestfälischen Einbauküchen-Baron in die Knie gehen. Wir als Traditionsclub mit nach wie großer Fanbasis und starker regionaler Verwurzelung haben andere Waffen. Wenn wir sie scharfmachen, haben wir auch gegen die Geldsäcke eine realistische Chance.


Wenn ich deine Argumentation richtig verstehe: du glaubst demnach also, dass wenn Alemannia dass jetzige Team hält, über die Jahre verstärkt und zudem in Zukunft Sponsoren gewinnen kann, dass man DANN mit Uerdingen, Viktoria & Co mit halten oder die gar überholen kann????! Eigentlich eine nette Idee, aber: Fast alle Spieler von Alemannia haben leider nur Verträge für diese Spielzeit, und es wird (vermutlich) schwer werden die Leistungsträger zu halten! Im Bezug auf die regionale Verwurzelung muss ich festhalten, dass wir mit vom Hofe zugegebenermaßen einen scheinbar recht guten GF gewinnen konnten , aber wie es ausschaut wurde, was die Wirtschaft angeht, leider sehr viel verbrannte Erde hinterlassen (Herr Fröhlich sagte im Interview bei der Sponsorenakquise gab es gar Beschimpfungen). Also ob die Wirtschaft wirklich zu 100% Alemannia helfen will halte ich für fraglich...Und leider Gottes befürchte ich zudem, dass JEDES verlorene Spiel, sich auf den Zuschauerschnitt negativ auswirken wird (einige Fans kommen, laut eigener Angabe, nur noch wegen Freunden zum Tivoli nicht wegen der Mannschaft). Okay noch sind wir zumindest über der Kalkulation von 4800 Fans...aber wer weiß wie lange noch??? Und der FC Bayern hat mit der Telekom im Endeffekt auch einen Großsponsor (wenn auch keinen Investor, das stimmt). Ich würde mir wirklich wünschen, dass der Plan wie du ihn hier aufgezeichnet hast, tatsächlich klappt, aber irgendwie fehlt mir, zumindest momentan, etwas der Glaube! Und momentan hört man ja auch vom Herrn Niering keine Kunde, ob das nun negativ ist oder nicht sei mal dahingestellt! Ich hoffe auf jeden Fall, dass diese Insolvenz so schnell wie nur möglich zu Ende geht....
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  #3357  
Alt 14.11.2017, 11:38
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Zitat von tivolino Beitrag anzeigen
Deine "Realität", dass wir nur mit einem Investor oder einem Supersponsor wieder nach oben kommen können, ist allerdings ebenfalls ziemlich irreal, weil weder ein Investor noch ein Supersponsor in Sicht ist. Und wenn mal jemand von Ferne mit viel Geld winkt, geht's alemanniatypisch wegen Terminfindungsschwierigkeiten und persönlichen Eitelkeiten in die Hose...

Aber es gibt zum Glück eine realistische Alternative zum Investor oder Supersponsor - und die lautet: Durch solides Wirtschaften, seriöses Auftreten, überzeugende Konzepte und neue Ideen nach und nach soviel Vertrauen aufbauen, dass nicht ein Supersponsor, sondern viele kleine und mittlere Sponsoren zur Alemanna finden oder zurückfinden.

Die Einschätzung, dass wir bei der Sponsorenakquise bereits das Ende der Fahnenstange erreicht haben, teile ich nicht. Wenn ich zum Beispiel höre, dass Rot-Weiß Essen auch ohne Investor oder Supersponsor mit ca. 3,4 Millionen Euro zurzeit etwa doppelt so viel Sponsorengeld reinholt wie wir, dann denke ich, dass da bei uns noch viel Luft nach oben ist. Gut, dass wir jetzt Martin vom Hofe haben, der sehr genau weiß, wie die Essener das anstellen...

Dass wir zu Infront-Zeiten immerhin rund 2,3 Millionen Euro an Sponsorengelder einfahren konnten, zeigt ebenfalls, dass mehr drin ist als jetzt, wenn sich Profis um das Thema kümmern.

Das Ziel muss also lauten, die ganzen Nebenkosten weiterhin niedrig zu halten und so zu wirtschaften, dass jeder zusätzliche Sponsoren-Euro tatsächlich direkt in den Etat der 1. Mannschaft fließen kann. Wichtig für den Erfolg ist dabei, dass wir zeitnah aus der Insolvenz rauskommen und dass schon zur nächsten Saison ein erster spürbarer Einnahmeschub realisiert werden kann.

Schwer zu sagen, wie viel Geld Kilic braucht, um den vielversprechend eingeleiteten Neuaufbau fortzusetzen. Aber ich schätze mal ganz grob, dass er mit einer Etaterhöhung um 300.000 oder 400.000 Euro fürs Erste schon einiges machen könnte. Wenn es also gelingt, die jetzigen Sponsoren weitgehend bei der Stange zu halten und noch einige neue dazuzuholen, so dass die Sponsoreneinnahmen von jetzt 1,7 auf gut zwei Millionen Euro aufgestockt werden können, wäre die Perspektive doch gar nicht so übel.

Optimistisch stimmt mich dabei, dass die Trikotbrust noch frei ist. Wenn man da zeitnah jemanden findet (und da ist dem Vernehmen durchaus was im Gange), wäre man schon einen guten Schritt weiter. Vielleicht wird ja auch noch was aus Delheids Geschichte mit der Vermarktung des Stadionnamens. Auch könnte man neben dem klassischen Sponsoring mal über andere Wege nachdenken - beispielsweise eine Sonderabgabe oder eine Beitragserhöhung für die inaktiven Mitglieder. Andere Vereine haben so was schon gemacht. Auch das könnte einen sechsstelligen Zusatzbetrag bringen.

Diese sicherlich mühsamen, aber nachhaltigen Eichhörnchen-Methoden sind mir jedenfalls tausendmal lieber als auf Supersponsor-Typen wie Uerdingens Ponomarev oder Viktorias Wernze zu warten. Ich verstehe durchaus, dass manche neidvoll dorthin blicken. Aber warten wir mal ein paar Jährchen ab. Was passiert in Uerdingen, wenn der Russe plötzlich die Lust verliert? Und hätte die Viktoria ohne Wernze bei deren 800 Zuschauern überhaupt eine Überlebenschance? Ich halte es jedenfalls für brandgefährlich, sich von einem oder wenigen Großsponsoren abhängig zu machen. Wir sollten lieber den Weg der kleinen Schritte beschreiten und das Heft dafür aber auf Dauer selber in der Hand behalten.
Lieber Tivolino, ich finde Deine Sicht total sympathisch und teile sie auch - weitgehend.
Allerdings bin ich nach fünf Jahren RL auch ziemlich ernüchtert. Ich sehe leider nur noch zwei Möglichkeiten für die absehbare Zukunft:

1. Wir wirtschaften solide weiter und arbeiten redlich, wie Du es ja skizziert hast und was mir total gut gefallen würde. Wir beenden die Iso. Das würde im Effekt aber bedeuten, dass wir damit auf Dauer die RL sichern können - mehr nicht. Vielleicht mal mit Ausreißer nach unten (Abstiegskampf), vielleicht mal mit Ausreißer nach oben (Schnuppern an den Geldsäcken). Gegen die Retorten- und Sponsorenclubs werden wir nur mit ziemlich viel Glück eine Chance haben, die Liga nach oben zu verlassen. Und mit diesem Stadion, das uns allen bis in alle Ewigkeit das Gefühl vermittelt, wir seien nur quasi zufällig in der RL, eigentlich aber ein Anderthalbligist, ist dieses Modell auf Dauer ebenfalls undenkbar. Also: neues Stadion für maximal 10 Tsd Besucher, irgendwo. Und unser Tivoli wird abgerissen, bei Ebay versteigert oder anderweitig vermietet. Einige in der kommunalen Verwaltung, nicht nur bei den "Piraten", würden sich sehr freuen.

Variante 2: Wir kommen zu Geld, und zwar zu so viel, dass wir nicht nur Fuat halten können, sondern endlich auch die Korsettstangem des Teams, und können gezielt verstärken. Es muss ja kein Investor aus Jordanien oder Abu Dhabi sein. Vielleicht muss es gar kein Investor, sondern "nur" ein guter Sponsor sein. Aber ohne eine erhebliche und nachhaltige Aufstockung unserer finanziellen Möglichkeiten sind wir heute da, wo wir sind, leider am Optimum angelangt.
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AcFrönd (16.11.2017), Ahlemanne (14.11.2017), B. Trüger (14.11.2017), chris2010 (15.11.2017), DerLängsteFan (14.11.2017), Dibe (14.11.2017), Go (14.11.2017), Kai (14.11.2017), Oche_Alaaf_1958 (14.11.2017), Rodannia (14.11.2017), Wissquass (14.11.2017)
  #3358  
Alt 14.11.2017, 22:30
Franz Wirtz Franz Wirtz ist offline
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Ausrufezeichen Bitte nicht ...

Ich nehme an, niemand möchte aus dem Forum eine Art Glaubensgemeinschaft machen, die entsprechend einer vorgegebenen Litanei immer die gleichen Glaubensgrundsätze herunterbetet. Von den drei fortwährend genannten Einnahmequellen - Investoren, Mäzene und Sponsoren - sollten wir die erstgenannte ein für allemal streichen. Alemannia Aachen ist in der Vergangenheit ohne Investor ausgekommen und wird auch in der Zukunft ohne auskommen [müssen]. Erstens scheitert die Rentabilität jeder denkbaren Investition an den hohen Betriebskosten des Stadions und zweitens lässt der gegebene Wettbewerb ohnehin keinerlei auch nur halbwegs zuverlässige kaufmännische Kalkulation zu.

Die ist insoweit kein Beinbruch, als somit die leidige und teilweise widersprüchlich geführte Diskussion um den Verkauf der Seele des Vereins gleichfalls entfällt.
.
__________________
„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Joachim Ringelnatz
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cxxxx (15.11.2017)
  #3359  
Alt 15.11.2017, 13:42
Modefan Modefan ist offline
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Zitat von Braveheart Beitrag anzeigen
Lieber Tivolino, ich finde Deine Sicht total sympathisch und teile sie auch - weitgehend.
Allerdings bin ich nach fünf Jahren RL auch ziemlich ernüchtert. Ich sehe leider nur noch zwei Möglichkeiten für die absehbare Zukunft:

1. Wir wirtschaften solide weiter und arbeiten redlich, wie Du es ja skizziert hast und was mir total gut gefallen würde. Wir beenden die Iso. Das würde im Effekt aber bedeuten, dass wir damit auf Dauer die RL sichern können - mehr nicht. Vielleicht mal mit Ausreißer nach unten (Abstiegskampf), vielleicht mal mit Ausreißer nach oben (Schnuppern an den Geldsäcken). Gegen die Retorten- und Sponsorenclubs werden wir nur mit ziemlich viel Glück eine Chance haben, die Liga nach oben zu verlassen. Und mit diesem Stadion, das uns allen bis in alle Ewigkeit das Gefühl vermittelt, wir seien nur quasi zufällig in der RL, eigentlich aber ein Anderthalbligist, ist dieses Modell auf Dauer ebenfalls undenkbar. Also: neues Stadion für maximal 10 Tsd Besucher, irgendwo. Und unser Tivoli wird abgerissen, bei Ebay versteigert oder anderweitig vermietet. Einige in der kommunalen Verwaltung, nicht nur bei den "Piraten", würden sich sehr freuen.

Variante 2: Wir kommen zu Geld, und zwar zu so viel, dass wir nicht nur Fuat halten können, sondern endlich auch die Korsettstangem des Teams, und können gezielt verstärken. Es muss ja kein Investor aus Jordanien oder Abu Dhabi sein. Vielleicht muss es gar kein Investor, sondern "nur" ein guter Sponsor sein. Aber ohne eine erhebliche und nachhaltige Aufstockung unserer finanziellen Möglichkeiten sind wir heute da, wo wir sind, leider am Optimum angelangt.

Variante 1 gefällt mir
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  #3360  
Alt 15.11.2017, 14:23
Kai Kai ist gerade online
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NEIN, das ist NICHT der richtige Weg für Alemannia! Der Verein muss sehen, dass er wieder nach oben kommt. RL ist auf Dauer gar keine Lösung, im Endeffekt sind wir schon viel zu lange in der Liga!!!
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Gorgar (15.11.2017)
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